Aufsteiger CVV siegt im Schnelldurchlauf

Die Volleyballerinnen haben ihre erste Partie in der Regionalliga mit 3:0 gewonnen. Manch einer fühlte sich an erfolgreiche Zeiten eines anderen Vereins erinnert.

Auf dem Papier habe er eine starke Mannschaft, bekannte Klaus Meier, Trainer der Damen des Chemnitzer Volleyballvereins (CVV), vergangene Woche. Nur müsse man das, was sich viele von seiner Mannschaft erhoffen, auch erstmal zeigen, warnte er vor der ersten Partie des Aufsteigers in die Regionalliga. Seine Spielerinnen nahmen sich das zu Herzen und lieferten: Glatt mit 3:0 (25:21, 25:22, 25:18) bezwangen die Chemnitzerinnen am Samstagabend die Mannschaft von VV Meiningen.

Zu Beginn hatte es nicht danach ausgesehen. Die Gastgeber lieferten sich mit den Thüringerinnen einen engen Schlagabtausch. Keine der beiden Mannschaften konnte sich mehr als drei Punkte absetzen. Den Chemnitzerinnen unterliefen einige Abstimmungsfehler, die den Gäste leichte Punkte ermöglichten. "Eine andere Kulisse mit mehr Zuschauern als sonst, neue Gegner - wir waren zum Anfang noch etwas aufgeregt", berichtete Anna Zywietz. Gegen Ende des Satzes erarbeitete sich ihr Team aber einen kleinen Vorsprung, den es ins Ziel rettete. Ein Satzgewinn, der Sicherheit gab.

Im zweiten Durchgang klappte auf einmal vieles. Die Chemnitzerinnen waren besser auf die Schmetterbälle der Außenangreiferinnen eingestellt, die sie mit gut positionierten Blöcken abwehrten. Ihrerseits zeigten sie sich variantenreich im Angriff. "Sie haben um jeden Ball gekämpft und mit Auge und Übersicht gespielt", lobte Trainer Klaus Meier. Selbst, als der Satz beim Stand von 21:21 auf der Kippe stand, behielten die CVV-Damen die Nerven und setzten sich durch. Im dritten Satz lief es dann wie geschnürt - auch dank Anna-Maria Nitsche. Gegen ihre Aufschläge fanden die Meiningerinnen kaum ein Mittel, allein fünf Punkte am Stück gingen auf das Konto des Neuzugangs. "Ihren Aufschlag möchte ich nicht annehmen müssen", sagte CVV-Spielerin Mandy Matzel über ihre Teamkollegin.

Nach einer Stunde und 20 Minuten verwandelten die Chemnitzerinnen ihren zweiten Matchball zum 3:0-Heimsieg, den sie ausgelassen feierten. "Das war keine Selbstverständlichkeit. Wir hatten eine gute Saisonvorbereitung und haben uns das erarbeitet", sagte Mandy Matzel. Sie und ihre Schwester Monique Sohr hatten einst für die mittlerweile aufgelöste Mannschaft der CPSV Volleys gespielt, als die noch in der Zweiten Liga antrat. "Das Spiel heute hat sich ähnlich wie damals in der Zweiten Liga angefühlt", sagte sie.

Rund 200 Zuschauer verfolgten die Begegnung in der Sporthalle des Terra-Nova-Campus. "Damit sind wir sehr zufrieden", sagte Trainer Klaus Meier. Der Coach drückte zugleich auf die Euphoriebremse. "Die Spielerinnen haben das gut gemeistert, aber ein Durchmarsch war das nicht. Wir haben noch einige Stellschrauben, an denen wir drehen werden", erklärte der 50-Jährige. Er nutzte die Partie auch, um möglichst vielen Spielerinnen Einsatzzeiten zu geben. Denn Meier hat ein Luxusproblem: 18 Damen zählt die Mannschaft, darunter neben den erfahrenen Sohr-Schwestern auch die Nitsche-Geschwister, die ebenfalls schon in höheren Ligen aktiv waren. Deswegen schaffe es nicht jede Spielerin in den Kader, bedauerte er. Wenn es aufgrund von Krankheiten oder beruflichen Verpflichtungen Ausfälle gebe, könne man aber gut reagieren, sagte er.

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