Basketballerin wieder in der Heimat

Mary Ann Mihalyi ist eine der besten Spielerinnen, die bei den Chemcats ausgebildet wurden. Jetzt ist sie zurück in Chemnitz - der Hauptgrund dafür ist durchaus prominent.

Ein Spiel hat sie bereits ausgetragen, seit sie wieder zurück in der Heimat ist. Allerdings ging es bei der Partie einiger Niners-Spieler gegen die Musiker von Kraftklub während des Kosmos-Festivals Anfang Juli nur um den Spaß. Eine gute Figur machte Mary Ann Mihalyi allemal, oft konnte sie zeigen, welch großes sportliches Potenzial in der eher zierlich wirkenden Basketballerin steckt. Kein Wunder: Spielte die gebürtige Chemnitzerin doch bis vor kurzem noch in der 1. Basketball-Bundesliga beim TK Hannover. Vier Jahre lang war sie dort als Profi aktiv, jetzt beginnt für die 25-Jährige aber ein neuer Lebensabschnitt.

Der Hauptgrund dafür hat einen prominenten Namen: Malte Ziegenhagen. Seit zwei Jahren ist Mary Ann Mihalyi mit dem Kapitän der Zweitligabasketballer Niners Chemnitz liiert, jetzt sind sie in eine gemeinsame Wohnung auf dem Sonnenberg gezogen. "Wir wollten keine Fernbeziehung mehr", sagt die Sportlerin. "Da ich ohnehin oft in Chemnitz war und ein absoluter Familienmensch bin, war das die logische Entscheidung." Eine, die auch die Fans der Niners freuen wird, denn sie bedeutet, dass sich der aus Berlin stammende Publikumsliebling Malte Ziegenhagen dauerhaft in der Stadt niederlassen will.

Kennengelernt haben sich der Basketballer und die Basketballerin übrigens - wie könnte es anders sein - bei einem Basketballspiel. "Ich war oft bei den Niners zuschauen, bei einem Sponsorentermin haben wir uns getroffen und gut gefunden", sagt Mary Ann Mihalyi und lacht.

Während die private Zukunft nun geklärt ist, steht noch nicht so ganz fest, wie es für die 1,61 Meter große Aufbauspielerin sportlich weitergeht. Der eigentlich logische Wechsel zurück zu ihrem Heimatverein kommt nämlich wahrscheinlich nicht zustande, wie Mihalyi sagt. Mit ihrem neunten Lebensjahr begann sie bei den Chemcats mit dem Basketballsport, wechselte ans Sportgymnasium, durchlief sämtliche Nachwuchsmannschaften, wurde zur Jugend-Nationalspielerin und spielte mit dem Chemnitzer Frauenteam in der Bundesliga. "Bei den Chemcats gibt es derzeit einen großen Umbruch. Das finde ich generell gut und richtig, allerdings steht dort noch vieles in den Sternen. Deshalb habe ich mich aktuell gegen einen Wechsel dorthin entschieden", sagt Mary Ann Mihalyi. Sie wolle zunächst abwarten, wie sich die Situation entwickelt, und derweil im Frauenteam der Niners mitspielen. "Das ist zwar nur Oberliga, allerdings passt das zeitlich auch besser", sagt sie. Denn ab September will die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin einen festen Job in Chemnitz annehmen, dadurch fehlt dann Zeit für tägliches Training oder lange Auswärtsfahrten an den Wochenenden.

"Wer weiß, was die Zukunft bringt, aktuell passt das mit den Chemcats aber leider nicht", sagt sie. "Ich bin aber gern bereit, dem Frauenbasketball in Chemnitz irgendwie zu helfen. Denn dieser Sport hat hier eine große Tradition."

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