Boxturnier geht in die 27. Runde

An dem internationalen Wettbewerb in der Schloßteichhalle beteiligen sich nächste Woche zehn Teams aus sechs Nationen. Im Vorfeld gibt es für eine junge Chemnitzer Faustkämpferin ein Problem.

Auch wenn die Finanzierung oftmals schwierig war: In der kommenden Woche geht das Internationale Chemnitzer Boxturnier in der Schloßteichhalle in seine 27. Runde. Zehn Mannschaften aus sechs Nationen werden diesmal erwartet, sagte Präsident Wolfgang Koß von den gastgebenden Chemnitzer Wölfen am Donnerstag vor Medienvertretern. Traditionell gehen auch Staffeln aus Partnerstädten an den Start. "In diesem Jahr sind das die Teams aus Usti nad Labem, Lodz, Tampere und aus Düsseldorf", kündigte Koß an. Er bedaure, dass immer weniger Partnerstädte der Einladung zum Turnier folgen. So glänzten die Faustkämpfer aus Wolgograd und Manchester bereits in den vergangenen Jahren durch Abwesenheit. "Sicher hängt das auch mit den Reisekosten zusammen", so der Vereins-Chef.

Apropos Kosten: In den Vorjahren war es den Chemnitzern oftmals schwergefallen, den Wettbewerb finanziell abzusichern und nicht mit einem Minus zu beenden. 2018 stellt sich die Lage etwas entspannter dar. "Wir erhalten von der Stadt aus dem Topf für Großsport- veranstaltungen eine Förderung, die etwa 30 Prozent des Gesamtbudgets für das Turnier abdeckt. Auch was Sponsoren- und Spendengelder angeht, sieht es ganz gut aus, sodass der finanzielle Rahmen stimmt", stellte Koß erleichtert fest. Obwohl einige der früheren sportlichen Stammgäste fehlen, steht für ihn fest: "Das Publikum wird europäisches Spitzenniveau erleben, denn mehrere Medaillengewinner bei internationalen Meisterschaften steigen in den Ring."

Von den Wölfen wird bei den Männern (Eliteklasse) nur Jan Ualikhanov die Handschuhe schnüren. Wegen des hohen sportlichen Levels wurde darauf verzichtet, die Routiniers Ronny Beblik und Philipp Gruner zu nominieren. "Beide sind beruflich derzeit stark eingespannt", erklärte Turnierleiter Olaf Leib, zugleich Trainer und Manager am Stützpunkt in Chemnitz. Ronny Beblik hatte 2017 sein Karriere-Ende angekündigt, hängt jetzt aber noch eine Saison ran. "Er bleibt als Wettkampfboxer aktiv. Wir sind froh, dass er noch mal angreifen will", betonte Leib. Das betreffe speziell die 2. Bundesliga, in der die Chemnitzer ab Mitte November auf die Staffeln aus Hamburg und Bremerhaven sowie auf das Boxteam Hessen treffen werden.

In Liga zwei sollen zudem einige Eigengewächse zeigen, was sie auf dem Kasten haben. Bevor es so weit ist, wollen sich die Jungspunde nächste Woche beim 27. Inter- nationalen Chemnitzer Boxturnier beweisen. Dort hätte sich auch eine junge Dame gern im Ring präsentiert: Lokalmatadorin Maxi Klötzer, Bronzemedaillengewinnerin bei den Nachwuchs-Europameisterschaften und WM-Fünfte. Doch es gibt ein Problem. "Maxi steht zwar auf dem Plan, aber es ist schwierig, angesichts ihrer Meriten eine Gegnerin zu finden", verwies Wölfe-Präsident Koß auf den Respekt, den die Konkurrenz vor der Faustkämpferin hat.

Zeitplan des Internationalen Chemnitzer Boxturniers: 21. September ab 18 Uhr Viertelfinale; 22. September ab 14 Uhr Halbfinale; 23. September ab 9.30 Uhr Finalkämpfe.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...