Brummschädel nach Auswärtssieg

CFC-Profi Pascal Itter wird das Spiel in Auerbach in schmerzhafter Erinnerung behalten - auch wenn es danach zwei Gründe zum Feiern gab.

Es kommt öfter vor, dass jemand am Morgen nach seinem Geburtstag mit schwerem Kopf aufsteht. Dass Pascal Itter am Donnerstag einen Brummschädel verspürte, hatte jedoch nichts mit einer ausschweifenden Party am Vorabend zu tun. Der in Schwalmstadt (Hessen) geborene Kicker des Chemnitzer FC wurde am Mittwoch 24 Jahre alt. Doch statt zu feiern, musste er mit seinen Teamkollegen in der Regionalliga Nordost beim VfB Auerbach ran.

In der zweiten Halbzeit stieg der Abwehrspieler zum Kopfball hoch, stieß dabei mit einem Gegenspieler zusammen und zog sich eine Platzwunde zu. "Das ist halt im Zweikampf passiert. Ich fing an zu bluten, wurde auf dem Platz versorgt und bekam einen Verband in Form eines Turbans verpasst", berichtete Itter. Im Spiel habe er diese Verletzung dann aber gar nicht mehr gespürt. Wenigstens gab es für den ehemaligen U-19-Nationalspieler ein Geschenk in Form von drei Punkten. Der Vorsprung auf Verfolger Berliner AK ist jetzt wieder auf sieben Zähler angewachsen.

Doch die Auerbacher wollten in der Begegnung weder an Itter noch an den CFC Geschenke verteilen. Vielmehr musste die Elf von Trainer David Bergner insbesondere in der zweiten Halbzeit manch heikle Situation überstehen. "Es war ein hartes Stück Arbeit. Aber wir haben hier auch nichts anderes erwartet", sagte Kapitän Dennis Grote, der die Himmelblauen nach dieser Saison verlassen wird. "Wir wollten auf jeden Fall anders auftreten als im letzten Auswärtsspiel in Leipzig. Das ist uns gelungen. Zudem blieben wir nach den vielen Gegentoren der letzten Wochen ohne Gegentreffer. Das war wichtig", fügte Grote hinzu.

Der sportliche Erfolg und der Geburtstag von Pascal Itter dürften dann Gründe genug gewesen sein, dass es auf der Heimfahrt im himmelblauen Mannschaftsbus ein hopfenhaltiges Getränk gegeben hat. "Das bleibt aber alles in einem sehr kleinen Rahmen. Schließlich haben wir bis zum nächsten Spiel nur zwei Tage Zeit zu regenerieren", betonte Grote. Am Samstag ab 13.30 Uhr gastiert mit Optik Rathenow der Tabellenletzte im Stadion an der Gellertstraße.

Wie Trainer David Bergner am Donnerstag bestätigte, hat sich Pascal Itter eine Platzwunde hinter dem Ohr zugezogen. "Ich gehe aber fest davon aus, dass er am Samstag spielen kann", sagte Bergner. Da auch die gesperrten Michael Blum und Tobias Müller in den Kader zurückkehren, hat der Coach bei der Benennung der Startelf vor dem Heimspiel gegen Rathenow die Qual der Wahl. "Ich erwarte von meinem Team, dass es nicht nachlässt und die nächsten drei Punkte holt, damit wir unserem gemeinsamen Ziel wieder ein Stück näher kommen", erklärte Bergner.

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