CFC im Wald von Naunhof auf Torejagd

Die Himmelblauen haben ihr erstes Testspiel in der Winterpause deutlich gewonnen. Wie in den Trainingseinheiten zuvor musste der Verein auch diesmal improvisieren.

Die Kicker des Chemnitzer FC kamen sich am Samstag vor, als wären sie schon eine Woche vor Beginn des Trainingslagers in der Türkei in eine andere Klimazone gereist. Doch obwohl sie eine Sportstätte vorfanden, auf der nicht ein Quadratmillimeter Schnee lag, hörten die Fußballer nicht das Rauschen des Mittelmeers, sondern das Knacken der Bäume in einem Naunhofer Wald. Denn der Test gegen den FSV Martinroda, den der Spitzenreiter der Regionalliga Nordost 9:0 (2:0) gewann, fand auf der schmucken Sportstätte der sächsischen Kleinstadt vor den Toren Leipzigs statt.

Die Wahl des Stadions hatte allerdings nichts mit dem Plan beider Vereine zu tun, die Begegnung unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen. Vielmehr waren die Himmelblauen mit dem Vorhaben gescheitert, in oder unmittelbar um Chemnitz eine bespielbare Fläche zu finden.

Nach dem wegen des Wintereinbruchs erschwerten Trainingsstart in der Vorwoche sollte im Test gegen den aktuellen Tabellenzweiten der Thüringenliga der fußballerische Akzent in den Vordergrund gerückt werden. "In der ersten Halbzeit waren wir zu Beginn etwas schläfrig, sind dann nach rund 20 Minuten besser in Schwung gekommen. In der zweiten Halbzeit sind wir so aufgetreten, wie ich es mir in einem solchen Testspiel vorstelle", sagte Cheftrainer David Bergner.

Dennis Grote vom Elfmeterpunkt und Timo Mauer, dessen Schuss abgefälscht wurde, trafen bis zu Pause. Nach dem Seitenwechsel trugen sich Kimmo Hovi (4), Tobias Müller (2) sowie Ioannis Karsanidis in die Torschützenliste ein. In der Pause wurde komplett durchgewechselt. "So war es auch geplant. Jeder sollte 45 Minuten spielen", sagte Bergner. Dass gerade Martinroda als Testpartner ausgewählt wurde, hatte seine Gründe. Denn Bergner und FSV-Coach Robert Fischer kennen sich aus gemeinsamen Erfurter Tagen.

In dieser Woche will der Coach während der Einheiten im Sport- forum noch einmal den Schwerpunkt auf Kraft und Ausdauer legen. " An den spielerischen Aspekten feilen wir dann im Trainingslager", versicherte der Trainer.

Dennis Grote sieht den Start in das neue Kalenderjahr durchaus als gelungen an: "Wir sind gut aus den Blöcken gekommen. Doch dann kam der Schnee. Aber ich denke, wir haben als Team das Beste daraus gemacht und vernünftig im Kraftraum und der Halle gearbeitet. Einmal haben wir auch auf Schnee trainiert", berichtete der Kapitän. Grundsätzlich nehme seine Mannschaft die Bedingungen gelassen hin. "Klar wäre alles einfacher, wenn wir planmäßig auf einem grünen Rasenplatz trainieren könnten. Aber zum Glück bleiben uns die Tage in der Türkei, in denen wir hoffentlich vernünftig trainieren können", sagte der Kicker.

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