CFC-Spieler Bozic: "Der Spaß kommt bei uns nicht zu kurz"

Die Himmelblauen führen die Regionalliga-Tabelle an - auch dank fünf Toren von Dejan Bozic. Seine Treffsicherheit holt sich der 25-Jährige auch bei einer ganz speziellen Trainingsmethode.

Bozic, immer wieder Bozic. Der Stürmer des Chemnitzer FC hat den Ball in dieser Saison schon fünfmal in das gegnerische Tor befördert. Offenbar trifft er das Spielgerät derzeit stets mit der notwendigen Präzision. Doch in dieser Woche musste der 1,94 Meter große Kicker eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen: Denn im Fußball-Golf unterlag er seinem Teamkollegen Pascal Itter.

Dejan Bozic praktiziert diese besondere Art des Ballspiels nach dem Training auf dem Weg vom Platz in den Sozialtrakt des Sportforums. "Wir suchen uns besondere Ziele, zum Beispiel Stangen. Wer sie zuerst trifft, bekommt einen Punkt. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt das Duell. Heute war ich der Unterlegene und muss einen ausgeben", sagte Bozic, der jedoch auch klar stellte, dass es eine Revanche geben dürfte.

Am Sonntag darf er - vorbehaltlich einer Berücksichtigung in der Aufstellung - wieder auf den großen Kasten ballern. Noch führt der CFC nach fünf Spielen verlustpunktfrei die Tabelle der Fußball-Regionalliga Nordost an. Und auch nach dem Auswärtsspiel bei Germania Halberstadt (13.30 Uhr) wollen die Himmelblauen ihre weiße Weste wahren. Der fünffache Torschütze ist sich bewusst, dass das keine leichte Aufgabe wird. "Wir haben eine Serie hingelegt, die wir verteidigen wollen. Doch ich erwarte ein schwieriges Spiel", so der 25-Jährige.

Bozic ist in Neckargartach, einem Stadtteil von Heilbronn, aufgewachsen. Er durchlief unter anderem die Nachwuchsschule der TSG Hoffenheim, trug später das Trikot des Regionalligisten Astoria Walldorf und spielte vor seinem Wechsel zum CFC bei TuS Koblenz. "Der Fußball, der in Chemnitz gespielt wird, liegt mir sehr gut. Dagegen hatte ich in Koblenz mit der Spielidee ein paar Probleme", sagt der Fußballer, der auch zwei Spielserien dem SC Freiburg II angehörte. Bei den Himmelblauen hat er nun eine neue sportliche Heimat gefunden. "Wir sind eine homogene Mannschaft und verstehen uns alle sehr gut. Keiner stellt sich über den anderen und auch der Spaß kommt nicht zu kurz", sagte der Offensivspieler. Beim CFC stand er viermal in der Startelf, wurde einmal eingewechselt. Gegen den BFC Dynamo blieb er ohne Torerfolg, traf dafür in Erfurt gleich doppelt. Mit zwei seiner Treffer räumte er zudem bei der MDR-Abstimmung "Tor der Woche" ab.

Auch privat hat er sich in Chemnitz eingerichtet. Er habe sich mit seiner Freundin relativ zeitig Wohnungen angeschaut. "Im Juni sind wir eingezogen. Somit konnte sich auch unser kleiner Sohn, der ab 1. September in Chemnitz in den Kindergarten geht, besser einleben", sagt der Torjäger.

Eine persönliche Marke, wie viele Tore er diese Saison im Trikot des CFC erzielen will, habe er sich nicht gesetzt. "Natürlich will man so viele Tore wie möglich schießen. Doch wenn du dir solche Ziel setzt, gerätst du auch sofort unter Druck. Wenn es so weiter laufen würde wie bisher, wäre es sehr schön", sagte der Deutsche mit serbischen Wurzeln. Grundsätzlich sei es auch egal, wer aus der Mannschaft trifft. "Hauptsache, wir gewinnen die Spiele", sagt Bozic. Doch er würde sich natürlich nicht dagegen wehren, wenn er in Halberstadt das halbe Dutzend voll machen könnte.


Zwei CFC-Spieler wechseln zu anderen Vereinen

Im Auswärtsspiel in Halberstadt kann CFC-Trainer David Bergner sein bestes Aufgebot ins Rennen schicken. Im Kader gibt es derzeit keine verletzten oder gesperrten Spieler. Halberstadt sei in den vergangenen Spielen unter Wert geschlagen worden, so Bergner. "Germania verteidigt sehr intensiv und hat nach vorn seine Qualitäten. Ich denke, dass wir auf einen Gegner treffen werden, der das Messer zwischen den Zähnen hat und uns die ersten Punkte abjagen möchte."

Den CFC verlassen werden indes zwei Spieler: Santiago Aloi, der im Sommer von International Leipzig kam, wechselt zum Nord-Regionalligisten BSV Schwarz-Weiß Rehden. "Damit haben wir dem Wunsch des Spielers entsprochen", sagte Bergner. Maximilian Christl soll beim Oberligisten BSG Wismut Gera bis Saisonende Spielpraxis sammeln. Der wiedergenese Tom Scheffel trainiert im Kader mit. Ob er einen Vertrag erhält, sei noch nicht entschieden. (kbe)

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