CFC sündigt bei Chancenverwertung

Der Chemnitzer FC hat in der Fußball-Regionalliga seinen 19. Saisonsieg eingefahren. Dennoch war im Heimspiel gegen den VfB Germania Halberstadt viel Geduld gefragt.

CFC-Cheftrainer  David Bergner hatte im Vorfeld der Heimbegegnung gegen den VfB Germania Halberstadt ein Geduldsspiel  angekündigt. Und dass der souveräne Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga Nordost vor 4919 Zuschauern tatsächlich bis in die Schlussphase hinein warten musste, bis der 2:0 (1:0) Sieg gegen den Tabellenachten endgültig eingetütet war, hatte er sich selbst eingebrockt.

Denn die Mannschaft erspielte sich in den 90 Minuten Möglichkeiten für zwei Spiele, konnte sie aber nicht verwerten. "Sicherlich hätten wir heute mehr Chancen nutzen müssen. Ohne zu übertreiben bin ich der Meinung, dass wir auch 5:0 hätten gewinnen können. Wäre das 2:0 eher gefallen, hätten wir auch eher Ruhe gehabt", sagte Mittelfeldspieler Rafael Garcia.

Chemnitz begann mit viel Dampf auf dem Kessel und  hatte in der 7. Minute die erste Möglichkeit. Paul Milde bediente Dejan Bozic, der den Ball jedoch aus Nahdistanz über das Gehäuse beförderte.  Doch kurz darauf  sorgte Garcia im Halberstädter Strafraum für  Unruhe und schob zur Chemnitzer Führung ein. Dabei  sah Gäste-Torhüter Fabian Guderitz nicht gerade souverän aus.  Anschließend ruhte sich Chemnitz nicht auf der knappen Führung aus und spielte  weiter nach vorn.  Doch auch CFC- Schlussmann Jakub Jakubov blieb  nicht völlig arbeitslos. Nach knapp 20 Minuten entschärfte er einen Schuss von Lucas Surek. "Wir haben heute insgesamt sehr wenig zugelassen. Da sieht man auch, dass wir uns gemeinsam weiterentwickeln", sagte der Schlussmann, der einmal mehr ohne Gegentor blieb. Über die genauen Kennziffern seiner Tätigkeit als Torhüter führt der 30-Jährige allerdings nicht genau Buch. Das machte der Tscheche, der nach Stationen in Tschechien, Berlin und Bautzen im vergangenen Sommer bei den Himmelblauen anheuerte, klar. "Wie oft ich bisher ohne Gegentor geblieben bin, kann ich gar nicht sagen", meinte Jakubov. Doch in den folgenden Minuten blieb der 1,94 Meter große Kicker, der beim CFC einen Vertrag bis 2020 besitzt, ohne Beschäftigung. Denn seine Teamkollegen traktierten den Rasen in der gegnerischen Hälfte. Nach einer halben Stunde hätte das 2:0 fallen müssen, doch Torjäger Daniel Frahn platzierte das Spielgerät  aus wenigen Metern knapp neben das Gehäuse.  Bis zur Pause   blieb Chemnitz weiter im Vorwärtsgang, doch sämtliche Bemühungen, ein weiteres Tor zu erzielen, waren vorerst nicht von Erfolg gekrönt.    

Für die erste nennenswerte Aktion nach Wiederanpfiff zeichnete Torschütze Garcia verantwortlich. Sein Ball streifte in der 55. Minute  den Außenpfosten. Wenig später stand Frahn vor dem Keeper, konnte ihn aber erneut nicht überwinden. Eine  Viertelstunde  vor Schluss die nächste Chance der Bergner-Elf: Innenverteidiger Niklas Hoheneder  beförderte die Kugel an den Pfosten.  Das 2:0 besorgte schließlich Dennis Grote, der nach Foul an Frahn den fälligen Elfmeter sicher verwandelte (88.).    Der CFC blieb aufmerksam, in der Nachspielzeit klärte Kostadin Velkov auf der Linie, doch dann war der 19. Saisonsieg perfekt.

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