CFC-Trainer: Es gibt noch nichts zu feiern

Die Himmelblauen können mit einem Sieg bei Wacker Nordhausen einen großen Schritt Richtung 3. Liga machen. Doch noch gibt es eine Unklarheit.

Möglicherweise hat Adrian Perez Bravo dem Chemnitzer FC einen großen Gefallen getan. So heißt der Fußballer vom FC Oberlausitz Neugersdorf, der am Mittwochabend in der Nachspielzeit den Treffer zum 2:2-Endstand gegen Hertha BSC II erzielte. Gewinnen die Himmelblauen am heutigen Freitag ihre Partie bei Wacker Nordhausen, könnten sie im Aufstiegskampf von den Hertha-Bubis nicht mehr eingeholt werden.

Das zweite Team des Bundesligisten aus der Hauptstadt ist zwar nur Tabellendritter, gilt aber als ernsthaftester Verfolger der Chemnitzer, weil der auf Rang zwei stehende Berliner AK nach eigenen Informationen keine Lizenz für die Dritte Liga beantragt hat. Hundertprozentig sicher ist dies allerdings nicht. CFC-Trainer David Bergner gehörte in den vergangenen Wochen zu denjenigen, die diese Mitteilung für einen Bluff des Berliner AK hielten. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wollte am Donnerstag auf Anfrage der "Freien Presse" keine Auskunft zu diesem Thema erteilen. "Zum aktuellen Stand des Zulassungsverfahrens sowie zu den einzelnen Bewerbungen macht der DFB grundsätzlich keine öffentlichen Angaben. Dies geschieht nicht zuletzt aus Rücksichtnahme auf die Vereine sowie den sportlichen Wettbewerb", hieß es aus der Pressestelle des Verbandes.

Egal, ob der BAK die Lizenz beantragt hat oder nicht: Der Chemnitzer Trainer verneinte am Donnerstag die Frage, ob im Falle eines Sieges in Nordhausen ein paar Kästen Gerstensaft für die Rückfahrt im Mannschaftsbus bereitstehen. "Wir wollen nicht nur aufsteigen, sondern auch Meister der Regionalliga werden. Insofern gibt es noch nichts zu feiern", betonte Bergner.

Fest steht für ihn, dass seine Schützlinge in Nordhausen einen dicken Brocken aus dem Weg zu räumen haben. "Wacker ist äußerst heimstark, hat zuletzt fünf Spiele in Folge zu Hause gewonnen", erklärte der 45-Jährige, der bereits am Donnerstag mit seiner Mannschaft nach Thüringen gereist ist, wo in Teistungen übernachtet wurde. "Dort gibt es auch einen sehr guten Trainingsplatz", so Bergner.

Nicht mehr zum CFC-Aufgebot wird bis zum Saisonende Tim Campulka gehören. Wie der Viert- ligist mitteilte, hat sich der 19-jährige Mittelfeldmann im Training den rechten Mittelfuß gebrochen. Dieses Missgeschick war dem Talent bereits im vergangenen Sommer widerfahren. "Damals wurde der Bruch konservativ behandelt", sagte Coach Bergner. Doch diesmal habe sich Campulka in Tübingen operieren lassen. "Bei Professor Ulrich Stöckle, der unter anderen auch schon Thomas Gottschalk operiert hat", ergänzte CFC-Pressesprecher Steffen Wunderlich am Donnerstag. Campulka müsse nun vier Wochen einen Spezialschuh tragen, bevor er im Anschluss mit dem individuellen Reha-Programm beginnen kann.

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