Chemnitzer Leichtathleten wollen WM-Medaille mitbringen

Sechs junge Männer des Sportgymnasiums sind bei der Weltmeisterschaft der Schulen in Split am Start. Auch an einer Einrichtung in Limbach-Oberfrohna gibt es starke Sportler.

Jugend trainiert für Olympia - so heißt der bundesweite Wettbewerb, bei dem Mädchen und Jungen verschiedener Altersklassen in zahlreichen Sportarten ihre Kräfte messen und dabei ihre Schulen vertreten. Los geht es immer mit den Regionalwettbewerben vor Ort, das große Ziel ist das Bundesfinale in Berlin - oder sogar noch mehr. Denn in einigen Sportarten gibt es sogar Schulweltmeisterschaften. Und für die hat sich die Leichtathletikmannschaft des Sportgymnasiums Chemnitz mit dem Sieg beim Bundesfinale im vergangenen Jahr qualifiziert.

Anfang dieser Woche sind die sechs Sportler in Richtung Split in Kroatien aufgebrochen, wo es am Dienstag die Eröffnungsfeier gab und ab Mittwoch die Wettkämpfe laufen. Die Chemnitzer haben dabei ehrgeizige Ziele. "Wir wollen eine Medaille", sagt Elias Bieneck. Er feierte vor zwei Wochen seinen 18. Geburtstag und ist der einzige im Team, der schon internationale Erfahrung sammeln konnte. Im Sommer 2018 schaffte der Hürdensprinter des LAC Chemnitz die Qualifikation für die Nachwuchs-EM, kam dort ins Halbfinale.

Außerdem gehören Weitspringer Hannes Greiling, Dreispringer Tim Kuhn, 400-Meter-Läufer Willy Stollhoff, Diskuswerfer Florian Schmidt und 800-Meter-Läufer Luis Peukert zur Mannschaft des Chemnitzer Sportgymnasiums, die 2018 das Bundesfinale der Jahrgänge 2001 bis 2004 gewinnen konnte und jetzt nach Split reist. "Im Bundesfinale waren es noch zwölf Sportler, bei der Schul-WM ist der Modus allerdings anders, sodass wir nur sechs Jungs mitnehmen konnten", sagt Jörg Bretschneider, stellvertretender Leiter des Sportgymnasiums. Gemeinsam mit Thomas Seifert, Trainer beim LAC Chemnitz, begleitet er die sechs Sportler nach Kroatien. Seifert erklärt: "Alle Athleten müssen in mehr als nur einer Disziplin antreten, zum Abschluss gibt es einen Staffellauf. Das Punktesystem ist so konzipiert, dass es wohl bis zum Ende spannend bleiben wird."

Auch Seifert hält den Gewinn einer Medaille für die Chemnitzer durchaus für realistisch. Es wäre die zweite in der Geschichte des Sportgymnasiums, nachdem die Basketballerinnen der Einrichtung im Jahr 2003 Silber bei der Schul-WM in Brasilien holen konnten. "Für die Leichtathleten ist die Teilnahme eine Premiere und ein riesiger Erfolg", sagt Jörg Bretschneider.

Eine Schul-Weltmeisterschaft für die ganz jungen Turnerinnen gibt es noch nicht. Würde es eine geben, die Mannschaft des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Limbach-Oberfrohna hätte eine Teilnahme daran nur ganz knapp verpasst. Denn die Mädchen-Mannschaft wurde im Bundesfinale der Jahrgänge 2008 bis 2013 in Berlin punktgleich mit dem Siegerteam aus Baden-Württemberg Zweite. "Das ist dennoch ein riesiger Erfolg, zumal auch unsere Jungen-Mannschaft die Silbermedaille geholt hat", sagte Betreuerin Sylke Esche. Sie ist Turn-Trainerin beim TSV Hartmannsdorf und leitet am Limbacher Gymnasium das Ganztagsangebot. "Seit 2010 waren wir mit verschiedenen Mannschaften immer im Bundesfinale", sagt Esche. "Die kontinuierliche Arbeit zahlt sich also aus."

Besonders bemerkenswert war die Leistung der zehn Jahre alten Mia Tröger: Nach Wettkampf und Siegerehrung am vergangenen Freitag wurde sie noch mitten in der Nacht nach Hause gefahren, um sich dann am frühen Samstagvormittag in der Chemnitzer Hartmannhalle zur Landesmeisterin zu turnen.

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