Chemnitzerin will im Finale landen

Lea-Sophie Klik startet an diesem Wochenende bei der Europameisterschaft der U 20 in Schweden. Kurz darauf folgt der nächste Saisonhöhepunkt.

Sie habe viel Zeit, sich auf ihren Wettkampf am heutigen Samstag vorzubereiten, sagt Lea-Sophie Klik und lacht. "Denn es ist sehr ruhig hier", so die 18-jährige Weitspringerin des LAC Chemnitz Mitte der Woche. Bereits seit Montag ist sie im schwedischen Boras, wo am Mittwoch die offizielle Eröffnungsfeier der U-20-Europameisterschaft stattfand. Bevor sie selbst Bestleistungen zeigen will, war also noch genügend Zeit, um sich in aller Ruhe vorzubereiten. "Wir haben in den vergangen Tagen ein paar lockere Trainingseinheiten gemacht, ansonsten hieß es: Beine hochlegen, entspannen, ein paar andere Wettkämpfe anschauen", sagt Trainer Jens Hoyer. Zur kleinen Abordnung des LAC gehört neben ihm und Lea-Sophie Klik auch noch Sprinter Willy Stollhoff, der in der deutschen 4-x-400-Meter-Staffel an den Start gehen wird.

Medaillenchancen haben bei der EM beide Chemnitzer Athleten, für Lea-Sophie Klik wäre aber schon ein Platz unter den besten acht ein Erfolg. "Ich muss erst einmal sehen, wie die Qualifikation läuft", sagt sie. Die dort geforderten 6,35 Meter für den direkten Einzug ins Finale ist sie in diesem Jahr noch nicht gesprungen, allerdings hat sie es bereits auf 6,26 Meter geschafft. "Und das sollte im Normalfall für den Einzug ins Finale am Sonntag reichen", sagt ihr Trainer Jens Hoyer. Sein Schützling fügt an: "Ich bin eigentlich ganz optimistisch. Körperlich fühle ich mich gut, auch das Rundherum hier in Schweden passt."

Die deutsche Mannschaft, die mit 123 Athleten angereist ist, sei in einem Hotel gemeinsam mit den Sportlern aus Griechenland und Estland untergebracht, man verstehe sich super, sagt die 18-Jährige, die vor fast genau zwei Jahren ihren bisher größten Erfolg feiern konnte. Bei den U-18-Weltmeisterschaften in Kenia flog sie auf 6,30 Meter und holte sich damit die Silbermedaille. Kurz zuvor hatte sie mit 6,31 Metern im Qualifikationswettkampf für die WM ihren bisher weitesten Satz gemacht.

Dass es in den vergangenen zwei Jahren keine neue persönliche Bestleistung gab, lag vor allem an einer Knieverletzung, mit der sich das Ausnahmetalent lange herumschlagen musste. So reichte es bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften im vergangenen Jahr auch nur für 5,98 Meter und Rang vier. Bei den nationalen Titelkämpfen will Lea-Sophie Klik in diesem Jahr nun wieder weiter vorn landen. "Die Deutschen Meisterschaften der U 20 finden gleich eine Woche nach der EM in Schweden statt", sagt sie. "Die zwei Höhepunkte dieser Saison kommen also kurz hintereinander. Umso mehr bin ich froh darüber, dass ich mich aktuell topfit fühle."

Konkrete Ziele für die Deutschen Titelkämpfe am kommenden Wochenende in Ulm will sich die junge Leichtathletin nicht setzen, aber auch dort soll es unbedingt bis ins Finale gehen. "Ich werde dafür bei beiden Wettkämpfen alles geben, schließlich kann ich mich danach mal richtig ausruhen. Denn nach Boras und Ulm kommen erst einmal Ferien", sagt Lea-Sophie Klik.

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