Der Jüngste bei den Niners: Das Profiteam immer im Blick

Die Zweitligabasketballer aus Chemnitz haben in den vergangenen Wochen mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Einer, der die Lücken schließen kann, ist der erst 17 Jahre alte Bruno Albrecht - allerdings muss er auch Geduld haben.

Er dreht sich schon mit. Wer auf der Homepage der Chemnitzer Niners den Kader der Bundesligamannschaft anschaut, bekommt eine Animation zu sehen, bei der alle Spieler vorbeiziehen. Mittendrin zwischen den Profis aus den USA und Publikumslieblingen wie Malte Ziegenhagen ist auch einer, der erst vor wenigen Wochen 17 Jahre alt geworden ist: Bruno Albrecht ist der jüngste Spieler im Kader des Tabellenführers der Zweiten Liga.

Geboren wurde Albrecht, der in den Ligastatistiken mit seinem vollen Namen Johann Bruno Albrecht geführt wird, am 28. Oktober 2001 in Cottbus. Dort entdeckte er den Basketballsport schnell für sich, kam aber genauso schnell an seine Grenzen. "Ich wollte mehr, als was in Cottbus ging. Also habe ich mich umgeschaut und bin auf die Niners aufmerksam geworden", sagt er. Nach einem Probetraining wollten die Chemnitzer das Talent haben, schnell wurde Albrecht im Team der Jugend-Bundesliga eine feste Größe.

Seit dem vergangenen Sommer trainiert er auch bei den Männern mit, fällt dort nicht nur wegen des jugendlichen Aussehens, sondern auch wegen seiner Körpergröße auf - mit 1,87 Metern gehört Albrecht im normalen Leben nämlich zu den größeren Menschen, innerhalb eines Profi-Basketballteams jedoch ist er einer der kleinsten. Für die Position des Point Guards, des Spielmachers also, ist die Größe aber genau richtig. Und genau auf dieser Position hatten die Niners zuletzt durch die Verletzung von Matt Vest ein Problem. "Man wünscht niemandem, dass er sich verletzt", sagt Bruno Albrecht. "Aber für mich war das natürlich die Chance, ein paar mehr Spielminuten zu bekommen."

In den Partien in Hanau und Ehingen war es dann soweit - der Gymnasiast bekam seine Spielzeit und machte sogar seine ersten drei Punkte in der Zweiten Bundesliga. "Ich habe schon in einem Spiel der vergangenen Saison ein paar Minuten bekommen, da war das Match aber schon entschieden", sagt Albrecht. "Dieses Mal durfte ich in einer Phase des Spiels ran, in der noch alles offen war. Der Trainer und die Mannschaft geben mir das gute Gefühl, dass ich ein wichtiger Teil der Niners bin. Das ist schon eine wirklich feine Nummer", sagt er stolz.

Für seine ersten Minuten in der Profimannschaft hat sich Bruno Albrecht auch mit sehr guten Leistungen in seinen anderen Mannschaften empfohlen: Er ist mit durchschnittlich 21 Punkten pro Spiel aktuell Topscorer der 2. Regionalliga, wo er für die zweite Männermannschaft der Niners aufläuft. Und auch in der Nachwuchsbundesliga der Altersklasse U 19 gehört er mit durchschnittlich 22,2 Punkten pro Spiel zu den besten Akteuren. "Es gab schon Wochenenden, da bin ich die kompletten zwei Tage in der Halle gewesen", sagt der 17-Jährige lachend. "Dann habe ich für alle Mannschaften gespielt oder war zumindest als Ersatz dabei. Das ist aber alles andere als Stress. Ich liebe das."

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1Kommentare
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  • 0
    2
    Lesemuffel
    05.01.2019

    Niederlage in Heidelberg. Die Niners sacken ab. Was nun, Herr Pastore?

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