Eigentor entscheidet Derby

In der Fußball-Landesklasse hat Spitzenreiter Handwerk gegen Germania 0:1 verloren - auf überraschende Art und Weise.

Die ersten drei Teams in der Fußball-Landesklasse trennen nur noch drei Zähler. Der VfB Fortuna und Marienberg rücken Handwerk Rabenstein auf die Pelle. Der Tabellenerste unterlag am Sonntag im Derby dem TSV Germania mit 0:1 (0:0). "Von der Einstellung her hat es nicht gepasst. Wir hätten heute keinen Punkt verdient gehabt. Mit zwei Torschüssen kann man nicht gewinnen", konstatierte Trainer André Stöhr. Auch eine taktische Umstellung in der Halbzeit brachte keine Besserung, ergänzte Stöhr.

Auf der anderen Seite freute sich Coach Mike Lahl, der momentan Lutz Wienhold vertritt, über den Germania-Lauf und den damit verbundenen Sprung auf Tabellenrang vier: "Wir haben geordnet gespielt und die Zweikämpfe gewonnen. Die Cleverness war da. Unser Sieg war schon gerechtfertigt." Bereits vor der Pause hatten die Gäste gute Chancen. Der Treffer des Tages fiel durch ein Eigentor von Philipp Hadamus (75.).

Für Gabor Vass, Spieler des VfB Fortuna, scheint sich die 85. Minute zum Lieblingsmoment zu entwickeln. Beim 1:0 (0:0)-Erfolg seines Teams über Schneeberg schoss Vass im heimischen Stadion fünf Minuten vor dem Ende nach einem weiten Einwurf das Siegtor - wie schon vor drei Wochen gegen Lok Zwickau. "Über 90 Minuten gesehen, war das verdient. In der ersten Halbzeit haben wir dominiert", sagte VfB-Trainer Rocco Dittrich.

Der TSV Ifa kam im Stadion an der Eubaer Straße zu einem 0:0 gegen Lichtenstein. "Das Unentschieden ist schon gerecht. Es war ein robustes, körperbetontes Spiel", schätzte Ifa-Coach Mario Emmerling-Schott ein. "Vorn fehlt uns noch die Kaltschnäuzigkeit", spielte er auf einige vergebene Torgelegenheiten an. Felix Klein-Heinzmann traf lediglich den Pfosten. Der Trainer ist mit der Entwicklung im Team dennoch zufrieden: "Die Spieler gewinnen an Selbstvertrauen."

Erneut nichts zu holen gab es für Schlusslicht Blau-Weiß. Aus Reichenbach kehrte die Elf von Trainer Mario Wesely mit einer 0:5 (0:1)-Niederlage zurück. Den Torreigen der Vogtländer eröffnete zu allem Überfluss noch Steven Riemer mit einem Treffer ins eigene Netz. Ein Handelfmeter nach einer Stunde löschte alle blau-weißen Hoffnungen. "Die Niederlage ist um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen", so Wesely.

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