Ein Adler für die Himmelblauen: Eintracht-Talent verstärkt CFC

Deji Beyreuther gehört seit Oktober 2017 zum Kader des Bundesligisten aus Frankfurt. Jetzt wurde er zum Chemnitzer FC ausgeliehen, wo er sich erst einmal an die neuen Mitspieler und die neue Stadt gewöhnen muss.

Bei schönem Wetter hat er seinen neuen Wohnort noch nicht gesehen. Grau und verregnet waren sowohl der erste Trainingstag am gestrigen Montag als auch der Tag, an dem sich Deji Beyreuther in Chemnitz umgesehen hat. "Das war im Dezember. Ich habe mir damals ein Bild von den Trainingsstätten und vom Stadion gemacht und mich danach für den Wechsel zum CFC entschieden", sagt der 19-Jährige.

Zunächst bis Ende der laufenden Saison haben die Himmelblauen den Linksverteidiger von Bundesligist Eintracht Frankfurt ausgeliehen. Bei den Hessen gehört der Deutsch-Nigerianer seit Oktober 2017 zum Kader der Profimannschaft, hat dort aber bisher keine Einsatzzeit bekommen. In der laufenden Saison saß er immerhin bei einigen Spielen auf der Bank, so im Bundesligaspiel in Dortmund und bei den Europa-League-Partien gegen Olympique Marseille und bei Lazio Rom.

Der Kontrast zur Regionalliga Nordost könnte also kaum größer sein, dennoch freut sich Beyreuther darauf, in Chemnitz Spielpraxis sammeln zu können. "Der Kontakt ist über CFC-Sportchef Thomas Sobotzik zustande gekommen. Er hat früher ja selbst bei der Eintracht gespielt", sagt Beyreuther. "Wir haben dann Gespräche geführt, und ich habe selbst entschieden, nach Chemnitz zu kommen. Ich will dazu beitragen, dass der Aufstieg gelingt."

Geboren und aufgewachsen ist Deji Beyreuther in Göttingen, sportlich ausgebildet wurde er beim TSV Pattensen. 2014 wechselte er zum FSV Frankfurt, wo er in der U 17 und U 19 spielte, zuletzt in der Jugend-Oberliga. Dort wurde er von den Scouts der Frankfurter Adler entdeckt und im Januar 2017 zum Bundesligisten geholt. Mit guten Leistungen in der Juniorenbundesliga machte Beyreuther dort auf sich aufmerksam, im Oktober 2017 erhielt er einen Profivertrag. "Deji ist einen eher ungewöhnlichen Weg gegangen, weil er erst recht spät höherklassig gespielt hat", sagte Armin Kraaz, Leiter des Fußball-Leistungszentrums der Eintracht. "Seine Stärken sind die Ballbehandlung und die Spieleröffnung." Zudem ist Linksfuß Beyreuther als guter Freistoßschütze in Erscheinung getreten.

Am heutigen Dienstag wird der 19-Jährige erstmals seine neuen Teamkollegen kennenlernen, zum gestrigen Trainingsauftakt standen lediglich individuelle Einheiten auf dem Laufband samt Laktattest auf dem Programm. "Zur Geschichte des Vereins und den Problemen in den vergangenen Monaten habe ich mich im Internet schlaugemacht", sagt Beyreuther. "Ich weiß auch, dass es ein Club mit sehr viel Tradition ist." Bis er eine eigene Wohnung gefunden hat, wohnt der CFC-Neuzugang im Hotel, vielleicht ergibt sich in den kommenden Tagen ja auch mal die Gelegenheit, Chemnitz bei Sonnenschein zu erkunden.

Um auch bei Schmuddelwetter in Deutschland beste Trainingsbedingungen zu haben, reist der Tabellenführer der Regionalliga in zwei Wochen in die Türkei, wo ein Trainingslager stattfindet. Bis dahin wird im Sportforum trainiert. "Die lange Pause von vier Wochen ist dabei kein Problem. Wir haben jetzt genügend Zeit, wieder in Fahrt zu kommen, um eine gute Rückrunde zu spielen", sagte CFC-Kapitän Dennis Grote zum gestrigen Aufgalopp. Am Samstag steht für sein Team das erste Testspiel gegen Thüringenligist FSV Martinroda an (Spielort noch offen), eine Woche später wird in Limbach-Oberfrohna gegen Drittligist Hallescher FC getestet. Das erste Punktspiel steigt am 10. Februar beim BFC Dynamo in Berlin.

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