Ein CFC-Pokalheld wird 50

Olaf Renn hat die meiste Zeit seiner Karriere in Chemnitz verbracht und dabei eine Sternstunde erlebt. Noch heute ist der Jubilar für den Club tätig.

Es war sein größter Moment im Trikot des Chemnitzer FC. Am 1. Dezember 1992 konnte Olaf Renn die Himmelblauen und sich selbst vorzeitig bescheren - im Viertel- finale des DFB-Pokals gegen Werder Bremen. Der von Otto Rehhagel trainierte Kontrahent war als hoher Favorit im Sportforum angetreten. "Werder ist damals amtierender Europapokalsieger gewesen", erinnert sich Renn, der am heutigen Samstag seinen 50. Geburtstag feiert.

Doch der damalige Zweitligist CFC hielt an jenem Abend stark dagegen, erkämpfte ein 0:0 und setzte sich in der Verlängerung mit 2:1 durch. Die Tür zur sportlichen Sensation öffnete Renn mit seinem Treffer zum 1:0, Steffen Heidrich legte zum zwischenzeitlichen 2:0 nach. Mit dem Einzug ins Pokalfinale sollte es aber nicht klappen, weil sich die Chemnitzer im Halbfinale vom U-23-Team von Hertha BSC überraschen ließen und 1:2 verloren. Für Renn war das einer der schwärzesten Momente seiner Karriere.

Als seinen "eigentlich größten Erfolg" bezeichnet der Jubilar den Aufstieg 2000 mit Energie Cottbus in die 1. Bundesliga. "In der Hinrunde war ich verletzt, aber dann hatte ich Anteil daran. Trotzdem bin ich anschließend zurück zum CFC gewechselt. Für die 1. Bundesliga hat es nicht gereicht", sagt der gebürtige Karl-Marx-Städter im Rückblick. Er sei einfach am Anschlag gewesen. "275 Zweitligaspiele sind aber auch eine Hausnummer", fügt der Familienvater hinzu. Neben Chemnitz und Cottbus stand er als Profi noch bei Fortuna Köln und beim VfB Leipzig unter Vertrag. Sein Herzensverein heißt jedoch CFC, daraus macht der 50-Jährige keinen Hehl. "Hier habe ich 1976 beim damaligen FCK angefangen. Und für den Chemnitzer FC arbeite ich ja heute noch als Physiotherapeut", so Renn.

Seit 2012 übt er diese Tätigkeit aus. In neuer Funktion zu den Himmelblauen zurückzukehren, sei verlockend gewesen. Und im Nachhinein auch richtig. Renn sagt das, obwohl es in den vergangenen Jahren beim CFC herzlich wenig zu lachen gab. Doch "Oleg", wie sein Spitzname lautet, ist Berufsoptimist. "Ich hoffe, dass der Verein in Zukunft mit sportlichen Schlag- zeilen aufwartet", unterstreicht Renn. Wohl eher ein frommer Geburtstagswunsch.

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