Ein Topturnier für Chemnitz

Die Tischtennis-Abteilung des BSC Rapid um Thomas Neubert richtet die deutschen Titelkämpfe der Elite 2020 aus. Dabei ist auch viel Kreativität im Spiel.

Er ist selten sprachlos. In dem Moment war er es jedoch: Am Neujahrstag 2016 erfuhr Thomas Neubert, dass ihn die Leser der "Freien Presse" zum Chemnitzer des Jahres 2015 gewählt hatten - mit hauchdünnem Vorsprung vor Turntrainerin Gabi Frehse. "Ernsthaft?", fragte er damals mit ungläubigem Unterton. Aber ja, es stimmte: Dass der Tischtennis-Abteilungsleiter des BSC Rapid gemeinsam mit Ehefrau Kirstin und einem kleinen Helferteam zum zweiten Mal die Deutschen Meisterschaften der Elite nach Chemnitz geholt und ausgerichtet hatte, beeindruckte die Wähler.

Und Neubert hat noch lange nicht genug: Nach 2007 und 2015 lässt er im kommenden Jahr den dritten Streich folgen. Mit einer erneut überschaubaren Helferschar aus seiner Familie und der Rapid- Abteilung sorgt er dafür, dass am 29. Februar und 1. März 2020 zum dritten Mal die deutschen Titelkämpfe in Chemnitz über die Bühne gehen. 64 Asse, jeweils 32 Frauen und Männer, treten in der Richard-Hartmann-Halle an die Platten. "Wir erwarten alle Topleute. Schließlich will jeder mal Deutscher Meister werden", betont Neubert, der auch Präsident des Sächsischen Tischtennisverbandes ist. Hinzu komme, dass es sich um ein Olympiajahr handelt und die Titelkämpfe eine Standortbestimmung für die Besten auf dem Weg nach Tokio seien.

Der Organisationschef steckt schon voll in den Vorbereitungen auf das Großereignis. So sind die Ankündigungsplakate bereits gedruckt. "Deren Gestaltung ist eine Eigenkreation. Wir haben 1000 Stück anfertigen lassen", berichtet Neubert. Jetzt geht es an die Verteilung. "Wir bringen die Plakate überall dort an, wo wir dürfen", so Neubert. Zudem werden Wettkampfmannschaften des BSC Rapid zu Auswärtsspielen in ganz Sachsen Plakate mitnehmen und die Werbetrommel rühren. "Im Landesverband Tischtennis sind 17.000 Spieler organisiert", erklärt der Chemnitzer. Allein schon deshalb rechnet er damit, dass die Hartmannhalle an beiden Tagen der Titelkämpfe mit jeweils 2000 Besuchern ausverkauft sein wird. Für die Absicherung der Meisterschaft werden noch Volunteers, also freiwillige Helfer, gesucht. "60 haben wir schon gewonnen, bis zu 100 könnten wir gebrauchen. Meldungen sind bis Ende Oktober über die Homepage der Titelkämpfe möglich", so Neubert.

Eine der spannenden Fragen in Chemnitz: Wer tritt die Nachfolge von Timo Boll, der keine nationalen Wettbewerbe mehr bestreitet, als Titelträger an? Heißeste Kandidaten sind die Weltklassespieler Dimitrij Ovtcharov, Patrick Franziska und Ruwen Filus.

Informationen zur Deutschen Meisterschaft inklusive Kartenvorverkauf im Netz unter www.tt-ndm2020.de. Tickets sind zudem im Tischtennisshop Stein in Chemnitz-Rabenstein erhältlich.

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