Ex-Oberbürgermeister fiebert mit Triathleten

Wenn Extremsportler Robin Schneider beim Ironman auf Hawaii startet, wird Eberhard Langer besonders fest die Daumen drücken. Das hat familiäre Gründe.

Es ist der Königswettbewerb des Triathlonsports, der Höhepunkt aller Höhepunkte. Und Robin Schneider ist dabei: Der Extremsportler von der SG Adelsberg startet am morgigen Samstag beim Ironman auf Hawaii. Mit dem Slogan "Dabeisein ist alles" kann der Chemnitzer in dem Zusammenhang wenig anfangen. Er hat sich ein großes Ziel gesetzt. "Ich will in meiner Altersklasse der 30- bis 34-Jährigen aufs Podest", kündigte der Extremsportler an.

Seit dem 1. Oktober hält sich Schneider zwecks Akklimatisierung und Trainingseinheiten auf Hawaii auf. Der gebürtige Geraer fühlt sich fit. Über einen seiner Trainingstage schrieb er per Whatsapp: "Laufen und Radfahren haben gut funktioniert, das Selbstbewusstsein steigt, und die Tage bis zum Rennen dürfen jetzt gern weniger werden." Nun steht der Wettkampf mit 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und einem abschließenden Marathonlauf (42,195 km) vor der Tür. Genügend moralische Unterstützung für Schneider wird es geben. Von Chemnitz aus drückt ihm einer der prominentesten Einwohner dieser Stadt besonders fest die Daumen - der frühere Oberbürgermeister Eberhard Langer.

Dass der 85-Jährige mit dem Triathleten fiebert, hat hauptsächlich familiäre Gründe: Robin Schneider ist der Lebensgefährte von Langers Enkeltochter Sarah. "Ich ziehe vor dem Jungen den Hut, wie er das harte Training und die Wettkämpfe neben seiner beruflichen Laufbahn bewältigt. Die Belastung ist immer hoch", sagte Langer am Donnerstag auf Anfrage. Was Robin Schneider als "Mitglied des Langer-Clans" beim Triathlon auf Hawaii erreichen kann, vermag er nicht einzuschätzen. "Dafür reden wir zu selten über den Sport, wenn wir uns mal sehen", ergänzte Langer.

Er wird sich den Wettkampf nach eigener Aussage nicht im Internet anschauen. Das übernimmt seine Tochter Anja. "Von ihr lasse ich mich telefonisch über die Zwischenstände informieren", sagte der Ex-OB. Enkelin Sarah, die am Andrégymnasium als Englisch- und Sportlehrerin arbeitet, wird ihre bessere Hälfte vor Ort anfeuern. "Sie fliegt am Freitag nach Hawaii", berichtete Langer.

Für Robin Schneider ist es nach seiner Premiere im Vorjahr die zweite Teilnahme am härtesten Ausdauerwettbewerb der Welt. Er war 2018 nach neun Stunden und zehn Minuten ins Ziel gekommen. Das bedeutete Platz 169 der Gesamtwertung, wobei 2305 Athleten an den Start gegangen waren. In seiner damaligen Altersklasse M 25 bis 29 belegte Schneider den 16. Platz unter 99 Startern. Beruflich ist der inzwischen 30-Jährige für einen gastronomischen Dienstleister tätig. Das Unternehmen ist auch für das Catering bei Heimspielen von Fußball-Bundesligist RB Leipzig zuständig.

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