Finanzkrise - Boxclub sieht Nachwuchsarbeit in Gefahr

Die Chemnitzer Wölfe haben ihren langjährigen Hauptsponsor verloren. Manager Olaf Leib macht sich jedoch nicht nur um den eigenen Verein Sorgen.

5Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    2
    j35r99
    19.02.2019

    Man kann es drehen und wenden wie man will. Schuld an dem ganzen Dilemma ist die Null-Zins-Politik der EZB. Wenn kein Gewinn erzielt wird, kann man nicht als Sponsor tätig bleiben.

  • 5
    3
    cn3boj00
    19.02.2019

    @Blackadder, richtig, dehalb habe ich geschrieben Sport ist Teil der Kultur. Und in beiden Fällen gibt es kommerzialisierte Bereiche, die sich weitgehend selber tragen sollten (Profi-Fußball zu subventionieren ist genau so unsinnig wie ein Fischer-Konzert), und Bereiche die nicht ohne Unterstützung der öffentlichen Hand funktionieren.
    Und Förderung des Nachwuchssports ist wie die Musikschule. Ich denke aber, die Wölfe profitieren dabei in gleichem Maße wie andere Vereine, zum Beispiel durch kommunale Trainerstellen. Deshalb sollte der Boxclub nicht anders betrachtet werden als andere Vereine. Der Sparkasse Vorwürfe zu machen, dass sie jetzt das Geld anderen gibt bringt doch nichts.
    Unterm Strich bleibt aber der Verdacht (ohne dass ich das z.B. durch Zählen von Beschlussvorlagen nachgeprüft hätte) dass das Thema "Kultur" (ohne Sport) bei den Räten viel höher steht als eben "Sport" (als Teil der Kultur).

  • 3
    12
    Interessierte
    19.02.2019

    Da sind auch viele Ausländer mit dabei , da kann es doch an sich gar keine Nachwuchssorgen geben ...
    Das ist gleichzustellen mit den Karatekursen , wo es schon gleich nach der Wende einen auf der A-Bebel-Straße gab ...
    Diese Kurse sind gleichzustellen mit den Selbstverteidigungskursen , die es nun auch schon oder erst - seit nach der Wende gibt , besonders für Frauen …
    Und für Kinder gibt es ja´ auch schon ähnliche Kurse bzgl. Mobbing
    Da kann man überall sein Geld verdienen , weil es keine andere Arbeit mehr gibt …

  • 8
    4
    Blackadder
    19.02.2019

    @cn3bij00: Sicher prinzipiell richtig, aber ich halte es für einen Fehler hier, wie es so oft geschieht, Sport gegen Kultur auszuspielen. Eine Stadt von der Größe von Chemnitz muss beides bieten können.

  • 7
    2
    cn3boj00
    19.02.2019

    Viele Vereine wären froh gewesen die Sparkasse als Sponsor haben zu dürfen. Sie machen ihre Nachwuchsarbeit zu großen Teilen ohne jedes Sponsoring.
    Dass die Kommune den Sport stiefmütterlich behandelt ist aber eine Tatsache (auch wenn das Rathaus angesichts von vielen Tausend Euro für den Sport dementieren wird). Von der einstigen "Sportstadt" will man nun zur "Kulturstadt" mutieren. Dabei wird vergessen, dass Sport auch ein Teil unserer Kultur ist ("Körperkultur"). Die Stadträte kennen nur Fußball. Dass Chemnitz auch beispielsweise mit Radsport, Leichtathletik oder Eissport einen internationalen Ruf hat und Sport vor allem für Kinder eine der wichtigsten Freizeitbeschäftigungen überhaupt sein sollte hat sich - zumindest wenn man schaut wie viele Initiativen für den Sport bisher von den Räten ausgingen - auch nicht so herumgesprochen.
    2016 klopften sich die Stadträte selber auf die Schultern wegen der großen Summen für Sportstätteninvestitionen, aber umgesetzt ist bis jetzt nur wenig, und mancher Verein zittert immer noch ob das versprochene kommt oder doch wieder dem Rotstift zum Opfer fällt.
    Man darf aber auch nicht immer nur auf die Kommune oder die Politik schauen. Sponsoring ist eine unternehmerische Aufgbe, und da tun sich ortsansässige Unternehmen irgendwie sehr schwer. Sonst könnte es nicht sein, dass in Chemnitz zwar viele Talente groß gemacht werden, dann aber Chemnitz verlassen.



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