Gebürtiger Sachse wird zu Stütze im CFC-Team

Die Drittligafußballer aus Chemnitz haben in einem ziemlich verrückten Spiel in Münster einen Punkt mitgenommen. Den Sieg hatte ein Abwehrspieler der Gäste auf dem Fuß.

Sören Reddemann musste genau überlegen, wie er das 3:3 des Chemnitzer FC beim SC Preußen Münster einordnen sollte. "Wir schießen auswärts drei Tore und gehen dreimal in Führung. Da müsste man eigentlich drei Punkte mitnehmen", sagte der Innenverteidiger des CFC . "Aber es war eben ein verrücktes Spiel und zudem schade, dass wir uns für den harten Kampf nicht belohnt haben." Nach weiterer Abwägung konnte sich der 23-Jährige aber mit der Punkteteilung gut arrangieren. "Der Gegner hatte mehr Spielanteile, wir die besseren Chancen. Ich glaube, mit dem Punkt können wir gut leben. Aber es ist an der Zeit, dass wir auswärts gewinnen, um die Rückfahrt im Bus entspannt angehen zu können", sagte der gebürtige Zwenkauer, der in der Jugend von RB Leipzig ausgebildet wurde.

Reddemann hatte seine Sache gegen die Preußen gut gemacht und hätte sich sogar in die Torschützenliste eintragen können, wenn sein strammer Schuss nicht an den linken Pfosten gekracht wäre. Immerhin läuft es beim 1,91 Meter großen Kicker derzeit sehr gut. Musste er die ersten beiden Saisonspiele noch zuschauen, schaffte der Sachse am dritter Spieltag in der Partie gegen Meppen den Sprung in die Startelf. In den folgenden Drittliga-Partien stand er komplett auf dem Platz. "Ich spüre das Vertrauen des Trainers, das tut mir gut. Außerdem habe ich mich mit Niklas Hoheneder gut eingespielt, wir lassen in der Defensive wenig zu", sagt Reddemann, der vor seinem Wechsel zum CFC bei Wehen Wiesbaden aktiv war.

Nach dem Münster-Spiel gebe es auch ein paar Dinge aufzuarbeiten. "Vor ein paar Wochen haben wir uns immer wieder durch individuelle Patzer aus dem Geschäft gebracht. Das ist jetzt anders. Wir machen gegenüber dem Saisonstart einiges besser, aber noch nicht alles perfekt. Daran müssen wir weiter arbeiten", analysierte der Fußball-Profi. "Dass wir gegen Duisburg, Ingolstadt und Kaiserslautern sieben Punkte holen, hätte uns niemand zugetraut. Wir können diese Saison noch viel schaffen", blickt der Chemnitzer, der laut dem Portal "transfermarkt.de" einen Vertrag bis Juni 2021 besitzt, zuversichtlich voraus.

CFC-Trainer Patrick Glöckner, der seine Männer nach einem freien Tag am heutigen Dienstag wieder zum Training versammelt, ist von den Fähigkeiten seines Schützlings überzeugt. "Sören ist eine wichtige Säule in unserem Spiel. Er verinnerlicht die Elemente des modernen Fußballs, geht auf dem Platz dennoch kompromisslos zur Sache und verfügt über einen starken linken Fuß. Er hat sich im Team etabliert", fasste der Coach zusammen.

Für die Vorbereitung auf das nächste Punktspiel haben die Himmelblauen in dieser Woche einen Tag mehr Zeit. Die Heimpartie gegen den Tabellen-13. Würzburger Kickers wird erst am Sonntag um 14 Uhr angepfiffen.

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