Handballerinnen bei Heimturnier nur Dritter

Die HVC-Damen haben gegen zwei Drittliga-Kontrahenten klar verloren. Indes muss das Team den Abgang von Leistungs- trägerinnen verkraften.

Die Drittliga-Handballerinnen des HV Chemnitz werfen sich langsam für die bevorstehende Saison ein. Trainer Robert Flämmich bat seine Schützlinge deshalb am Wochenende zu einem zweitägigen Trainingslager, dass am Freitag und Samstag in Flöha stattfand. Am Sonntag waren die HVC-Damen Gastgeber für ein Turnier in der Sachsenhalle.

Am Ende standen für die HVC-Frauen zwei Siege und zwei Niederlagen zu Buche. Die Viertligisten aus Görlitz (17:10) und Bayreuth (20:12) wurden bezwungen. Hingegen erwiesen sich die beiden Vertretungen aus der 3. Liga als eine Nummer zu groß. Sowohl gegen den SC Markranstädt (8:17) als auch gegen den Turniersieger ESV 1927 Regensburg (12:26) gab es nichts zu holen. Das bedeutete am Ende den dritten Platz.

Unabhängig davon bezeichnete Flämmich den Ausgang als "anständig" und betonte, dass die Resultate eine völlig untergeordnete Rolle gespielt hätten. "Wir wollten viele Dinge unter Wettkampfbedingungen probieren. Das hat auch gut geklappt. Natürlich haben wir auch gesehen, wo wir noch arbeiten müssen", analysierte der Übungsleiter. Deshalb sei er aber nicht aus allen Wolken gefallen. "Es ist bei uns sicherlich noch Luft nach oben. Aber das hält sich alles im Rahmen", machte der Trainer deutlich.

Das kurze Trainingslager war insbesondere dadurch geprägt, dass taktische Varianten einstudiert wurden. Schwerpunkt stellte dabei die Abwehrarbeit dar. Aber auch Spielzüge im Angriff gehörten zum Programm. "Nach der ersten Trainingsphase, in der wir insbesondere Kraft und Kondition getankt haben, geht es jetzt darum , die Ballarbeit zu forcieren", sagte Flämmich, der seit wenigen Wochen Trainer des Drittligisten ist. Der langjährige Coach Thomas Sandner hatte sich zuvor zurückgezogen.

Dem neuen Trainer stand fast der komplette Kader zur Verfügung. Allerdings fehlte die neue Torfrau Lilli Slesaczek, die erst Ende der vergangenen Woche in Chemnitz einen Vertrag unterschrieben hatte. "Sie hatte unaufschiebbare private Termine und konnte deshalb nicht dabei sein. Das geht aber in Ordnung", sagte der Trainer.

Die 18-Jährige stand in den vergangenen vier Jahren beim BSV Sachsen Zwickau zwischen den Pfosten, begann ihre Laufbahn aber einst beim HVC. Zudem heuerte Caroline Rosiak an. Die 29-jährige Außenspielerin ging zuletzt mit dem HC Burgenland auf Torejagd. Beim Turnier am Sonntag deutete sie ihr Potenzial schon an. "Unsere Kaderplanung ist noch nicht abgeschlossen. Es ist allerdings auch schwierig, zu diesem späten Zeitpunkt noch handeln zu können", sagte HVC-Präsident Mario Schmidt. Immerhin soll noch eine Rückraumspielerin kommen, auch auf der Kreisposition wollen die Chemnitzer personell nachlegen. "Es laufen Gespräche, ich denke, dass wir in dieser Woche richtig vorwärts kommen", sagte Flämmich.

Hingegen werden fünf Spielerinnen den Drittligisten verlassen. HVC-Urgestein Kerstin Streit hat ihre Laufbahn ebenso beendet wie Anja Noack, die die letzten acht Jahre das Chemnitzer Trikot getragen hat. Kerstin Streit mischte seit 1992 im Verein mit, war eine Leistungsträgerin und sorgte neben dem Spielfeld dafür, dass sich der Stimmungspegel auf der richtigen Höhe bewegte. Stephanie Wähner zog es zum SC Markranstädt. Wo Sarah Hoßmang und Anne-Katrin Weingardt künftig spielen, ist unbekannt.

Eine Position im kleinen Funktionsteam ist noch unbesetzt, weil Physiotherapeut Sebastian Thonig sein Engagement beendet hat. "Er war immerhin sechs Jahre bei uns. Jetzt sind wir noch auf der Suche nach einem Nachfolger", sagte Mario Schmidt. Am Sonntag stehen für die Chemnitzer Handball-Frauen zwei schwere Tests an. Dann treffen sie in Frankfurt auf den Frankfurter HC (3. Liga) sowie den Zweitligisten Füchse Berlin. Die Saison beginnt am 15. September mit dem Auswärtsspiel beim Thüringer HC II.

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