Harter Prüfstein für Tabellenführer Niners

Der Basketball-Zweitligist empfängt am Sonntag in der Hartmannhalle den Aufstiegsmitfavoriten aus Hamburg. Ein anderes Spiel der Chemnitzer musste unterdessen verschoben werden.

Wie lautet die alte Weisheit: Je länger eine Siegesserie dauert, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie reißt. Wenn es nach Basketball-Zweitligist Niners Chemnitz geht, reißt am Sonntag gar nichts: Die Korbjäger von Trainer Rodrigo Pastore treten um 17 Uhr wieder zu Hause an. Dabei ist ihr Kontrahent in der Hartmannhalle in die Rubrik "extrastark" einzuordnen: Es handelt sich um die Hamburg Towers, einen der Mitfavoriten auf den Erstliga-Aufstieg. "Einige Experten sehen Hamburg sogar als das stärkste Team der Liga. Diese Partie wird für unsere Mannschaft eine Standort- bestimmung", sagte der Chemnitzer Vereinssprecher Matthias Pattloch am Donnerstag auf Anfrage.

Ursprünglich sah der Spielplan der Pro-A-Liga vor, dass die Chemnitzer am heutigen Freitagabend bei den Nürnberg Falcons auflaufen. Doch die Partie muss wegen Hallenproblemen verschoben werden, wie die Franken mitteilten. Ihre bisherige Spielstätte sei wegen baulicher Mängel gesperrt worden, sodass die "Falken" in dieser Saison noch keine Heimpartie austragen konnten. Im Zusammenwirken mit der Nürnberger Stadtverwaltung habe man eine Übergangslösung in Form einer mobilen Leichtbauhalle gefunden. Das Projekt wurde inzwischen vom Stadtrat der Franken- metropole abgenickt. Allerdings konnte der geplante Fertigstellungstermin Ende Oktober nicht ein- gehalten werden, sodass auch die heute Abend vorgesehene Begegnung mit den Niners verschoben werden musste. Ein Nachholtermin steht fest: Laut gestriger Pressemitteilung des Chemnitzer Vereins wird die Partie am 15. Januar aus- getragen.

Aber jetzt steht erst einmal der Knüller gegen die Hamburg Towers ins Haus. "Das wird für uns ein harter Prüfstein", ist sich auch Niners-Kapitän Malte Ziegenhagen im Klaren. Der bisher erfolgreiche Saisonverlauf mit sieben Siegen in sieben Spielen verleite das Team nicht dazu, die Zügel schleifen zu lassen. "Nachlassen werden wir nicht. Im Training geht es hart zur Sache, weil jeder spielen will. Das bringt uns als Mannschaft weiter", betont Ziegenhagen.

Ein kleiner Vorteil vor dem Duell mit Hamburg könnte sein, dass die Chemnitzer heute Abend nicht in Nürnberg antreten müssen, während die Norddeutschen gegen Ehingen um Punkte kämpfen. "Wir haben auch einen großen Vorteil - unser Publikum in der Hartmannhalle", fügt Niners-Sprecher Pattloch hinzu. Obwohl die Partie sonntags stattfindet, werden wieder über 2000 Fans in der Halle sein. "Die Sitzplatztickets sind schon fast alle weg", sagte Pattloch am Donnerstag.

EintrittsKarten für die Heimspiele der Chemnitzer Niners sind in den Shops der "Freien Presse" erhältlich.

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