Hartmannhalle später fertig: Niners suchen Spielstätte

Der Basketball-Zweitligist benötigt die Sportstätte für Training und Testpartien. Weil die Bauarbeiten dort aber länger dauern, sieht sich der Verein nach ganz anderen Gebäuden um.

Seit Tagen seien Verantwortliche des Basketball-Zweitligisten Niners Chemnitz am Telefonieren, berichtet Vereinssprecher Matthias Pattloch. Ihre wichtigste Frage an die jeweiligen Gesprächspartner: Wer hat eine Halle, die Anfang bis Mitte September zur Verfügung steht?

Hintergrund ist eine Mitteilung der Stadtverwaltung, die alle Nutzer der Hartmannhalle in dieser Woche erreicht hat. Inhalt des Schreibens: Die Freigabe der Sportstätte verzögert sich erneut.

Seit Ende Mai wird der Hallenboden erneuert. Ursprünglich sollte die Halle am 12. August wieder freigegeben werden, sodass sie zu Beginn des Schuljahres hätte genutzt werden können. Vor einigen Wochen hatte die Stadtverwaltung dieses Datum erstmals korrigieren müssen, die Freigabe wurde nun für den 9. September geplant. Das sei allerdings auch nicht zu halten, hieß es nun in dieser Woche. Als Grund gibt das Rathaus unter anderem an, dass Brandschutzverkleidungen, anders als zunächst vorgesehen, nicht standardmäßig komplettiert und fertiggestellt werden könnten, sondern individuell vor Ort angepasst werden müssten. Das Bauende ist nun für den 13. September, die Wiederinbetriebnahme nach Reinigungen am 23. September geplant.

Die Niners stellt das vor einige Probleme. Zwar tragen sie ab der kommenden Saison alle Heimspiele in der Messe aus und die erste Zweitligapartie am 21. September steigt auswärts in Hagen. Die Hartmannhalle ist aber die wichtigste Trainingsstätte der Korbjäger und war auch für zwei öffentliche Testspiele vor Saisonbeginn vorgesehen. In die Messe könne man nicht ausweichen, weil die Anfang und Mitte September belegt sei, sagt Pattloch.

Die Stadtverwaltung hat den Niners nach eigenen Angaben mehrere Großsporthallen als Ausweichspielstätten angeboten, darunter die Schloßteichhalle. Die stehen aber erst in den Nachmittagsstunden zur Verfügung; die Profis trainieren aber zweimal täglich. Zudem müssen auch die Nachwuchsteams der Niners untergebracht werden. "Wir können nur die Hälfte unseres Bedarfs decken", sagt Pattloch.

Die Niners gehen deswegen einen ungewöhnlich Weg. Derzeit suche man nach einer leerstehenden Industriehalle, in der Korbanlage und Parkett aus der Messe aufgebaut werden könnten. Die Halle müsse mindestens 40 Meter lang, 20 Meter breit und sieben Meter hoch sein, erklärt Pattloch. "Es ist aber gar nicht so einfach, so eine Halle zu finden." Sollte man dennoch Erfolg haben, könnten auch die öffentlichen Testspiele in dieser Halle stattfinden. Als Alternative steht die Schloßteichhalle im Raum.

Schlecht sieht es indes für Kinder und Jugendliche aus, die die Hartmannhalle im Rahmen ihres Sportunterrichts in der Schule nutzen. "Der Schulsport kann leider nicht abgesichert werden", teilt das Rathaus mit. In den anderen Sporthallen stünden wegen Eigennutzung durch die jeweiligen Schulen keine freien Zeiten zur Verfügung.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...