HVC kann nach Sieg im Kellerduell durchatmen

Die Handballerinnen aus Chemnitz gewinnen das Heimspiel der 3. Liga mit 27:20 gegen Halle. Eine junge Debütantin machte dabei besonders auf sich aufmerksam.

Die Handballerinnen des HV Chemnitz haben am Sonntag einen ganz wichtigen Sieg in der 3. Liga verbucht. Nach vier Pleiten in Folge fuhren sie durch einen 27:20 (13:8)-Heimsieg gegen den Tabellenletzten SV Halle-Neuststadt II den zweiten Doppelpunktgewinn dieser Saison ein und haben im Kampf um den Klassenerhalt einen kleinen Schritt nach vorn gemacht. "Sicherlich war unübersehbar, dass bei uns nicht alles funktioniert hat. Aber wir haben uns für eine enorme Willensleistung belohnt. Der erste Heimsieg ist auch enorm wichtig für die Psyche meiner Spielerinnen", sagte HVC- Trainer Thomas Sandner unmittelbar nach dem Abpfiff.

In der ersten Halbzeit wurde vor 255 Zuschauern klar, dass sich das Kellerduell zwischen Chemnitz und Halle-Neustadt vorerst zu keinem Torefestival entwickeln sollte. Nach einer Viertelstunde stand es gerade einmal 3:3, 22 Minuten waren absolviert, als beide Seiten jeweils sechs Tore markiert hatten. "Zu Beginn hat man schon gemerkt, dass die Anspannung groß war. Doch in der Abwehr haben wir auch schon in den ersten Minuten gut gestanden", sagte HVC-Präsident Mario Schmidt. Dann gelang es den Gastgeberinnen, sich erstmals abzusetzen. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff führten das Sandner-Team 9:6. Paulina Momot machte schließlich den Pausenstand perfekt.

Nach dem Seitenwechsel sorgte auf Chemnitzer Seite eine junge Frau für Aufmerksamkeit, die bisher nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz gekommen war. Leoni Meersteiner erzielte während ihrer ersten aktiven Drittligaminuten das 14:8 und traf danach noch zwei weitere Male. Dennoch konnte der HV Chemnitz nicht dafür sorgen, dass seine Fans das Geschehen mit einer relativen Gelassenheit verfolgen konnten, denn 18 Minuten vor dem Ende führten die Gastgeberinnen lediglich mit 17:15. Coach Sandner nahm nun eine Auszeit, um in einem motivierenden Gespräch seine Mädels wieder auf den richtigen Kurs zu bringen.

Diese Unterredung trug schnell Früchte, denn Anja Schulze traf danach zum 19:15. Stabilität bekam das Chemnitzer Team auch dadurch, dass Torhüterin Sabrina König ihre gute Form in dieser Saison bestätigen konnte und mehrfach Bälle parierte. Nachdrückliche Ansprüche auf den Sieg machten die HVC-Ladys dann in der 53. Minute geltend, als Laura Luise Amtsberg zum 23:17 einnetzte. Als die 18-jährige Leoni Meersteiner das 26:20 markierte, war der Drops gelutscht. "Jetzt können wir erst einmal durchatmen, doch schon nächste Woche wartet eine neue schwere Aufgabe auf uns" , blickte ein erleichterter Trainer Thomas Sandner auf das nächste Punktspiel voraus. Am kommenden Sonntag steht das nächste Heimspiel auf dem Spielplan, dann geht es gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden.

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