"Jugend forscht" in der Bundesliga

Wasserball: Frauenteam des SC Chemnitz wird weiter verjüngt

Von Mario Schmidt

Sie treffen mitunter auf Gegenspielerinnen, die ihre Mütter sein könnten: Die Bundesliga-Wasserballerinnen des Schwimm-Clubs Chemnitz (SCC) bereiten sich mit einem extrem jungen Aufgebot auf die neue Saison vor, die voraussichtlich Mitte November beginnt. Am heutigen Samstag findet die Liga-Tagung statt, in deren Verlauf der genaue Terminkalender festgelegt wird, sagt SCC-Vizepräsident Thomas Ebell. Das Frauenteam des Vereins werde im Spieljahr 2018/19 mit einem noch jüngeren Aufgebot starten, als es bisher schon der Fall war. "Der Großteil sind Chemnitzer Spielerinnen. Hinzu kommen zwei Talente aus Potsdam, die in der Vorsaison bereits in unserem Jugendbereich aktiv waren und inzwischen auf die hiesige Sportschule gewechselt sind", berichtet Ebell.

Zudem wird die Bundesliga-Mannschaft um Trainerin Anja Skibba nur noch mit einer Aus- länderin antreten, der Tschechin Nikola Busauerova. Landsfrau Linda Chladkova, die in der vergangenen Serie noch für den SCC spielte, hat sich laut Vizepräsident studienbedingt verabschiedet. Trotz des "Jugend-forscht-Kaders" stellen sich die Chemnitzerinnen, die den Bei- namen Schwarze Perlen tragen, ein ehrgeiziges Ziel. "Wir wollen wieder die Playoffs erreichen. Dafür müssen wir im Feld der acht Bundesliga-Vertretungen unter die besten vier kommen", erklärt Ebell vorausblickend.

Die starke Nachwuchsarbeit der SCC-Wasserball-Abteilung wird auch bei der am Wochenende beginnenden Junioren-Europameisterschaft (Altersklasse U 19) im portugiesischen Funchal deutlich. Zum Aufgebot der deutschen Auswahl gehören mit Aileen Sieber, Helene Krauß, Marte Skibba, Theresa Pod- siadly und Nicole Vunder gleich fünf Chemnitzerinnen. "So viele wie noch nie", fügt Thomas Ebell hinzu. Für die Mannschaft komme es darauf an, beim Turnier auf Madeira zunächst die Vorrunde zu über- stehen. Dort treffen die jungen deutschen Damen auf Holland, Frankreich und Gastgeber Portugal. "Die Holländerinnen, gegen die am Sonntag zuerst gespielt werden muss, gelten in der Gruppe als klarer Favorit. Hingegen dürften die beiden anderen Kontrahenten für das deutsche Team machbar sein", schätzt Ebell ein.

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