Limbacher testet neue Maschine

Arnaud Friedrich hat das Angebot angenommen, auf einer Ducati zu fahren. Mit großen Erfolgen kann er vorerst nicht rechnen, doch das ist eingeplant.

Mit seinen 19 Jahren hat Arnaud Friedrich aus dem Limbacher Ortsteil Bräunsdorf schon ein bewegtes Rennfahrerleben hinter sich. Und auch das Jahr 2020 bringt einige Herausforderungen. So hat der junge Motorradsportler im vergangenen Jahr ein überraschendes Angebot des Hertrampf-Racing-Teams aus Nordhorn/Niedersachsen erhalten. Als einer von drei Fahrern soll Friedrich die neue Ducati V4R Panigale testen - als erstes Team weltweit. "Über dieses Angebot war ich sehr glücklich, ich hab es natürlich angenommen", sagt der Rennfahrer, der bis zum vergangenen Jahr für das Team LRP Poland auf einer BMW unterwegs war.

Mit der neuen Maschine hat Arnaud Friedrich zwei Rennen in Le Castellet und Malaysia bestritten - in erster Linie, um Erkenntnisse zu sammeln. "Das V4R-Projekt ist auf vorerst drei Jahre geplant. Das erste Jahr soll als Entwicklungsjahr dienen, um möglichst viele Daten zu sammeln", sagt er. In Malaysia habe allerdings das Wetter nicht mitgespielt, sodass kaum vernünftig gefahren werden konnte.

Der 19-jährige Limbacher bastelt schon seit vielen Jahren an einer erfolgreichen Motorsportkarriere. Im vergangenen Jahr hat er an großen Rennen auf europäischer Ebene teilgenommen. So startete Arnaud Friedrich unter anderem im FIM-Europe-Superstock-1000-Cup, einer Art Europameisterschaft auf schweren Maschinen. Die Serie gilt für junge Piloten als Sprungbrett in die Supersport- und Superbike-WM.

Ungewollt erlangte Friedrich im Frühjahr 2018 internationale Berühmtheit. Als jüngster Teilnehmer jemals sollte er beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans an den Start gehen - am Tag des Rennens wurde er 18. Kurz vor dem Start wurde ihm die Lizenz aber wieder entzogen, weil er im Alter von 17 Jahren die Qualifikation am Vortag nicht fahren durfte. Die Geschichte machte Schlagzeilen, ebenso seine guten Leistungen bei der Langstrecken-WM 2019. "Darauf wollen wir aufbauen und in den nächsten Jahren vorn angreifen", sagt er.

Auch in diesem Jahr will der Limbacher wieder am 24-Stunden-Rennen in Le Mans teilnehmen, dazu stehen weitere Rennen auf der Ducati und auch auf einer Yamaha an. Mit der nimmt er dank einer Wildcard auch am Heimrennen auf dem Sachsenring teil. Vorher geht es im Februar aber für zwei Wochen ins Trainingslager nach Spanien. Dafür nutzt Arnaud Friedrich die Winterferien, denn so ganz Profi ist er noch nicht. Am Beruflichen Gymnasium in Grüna büffelt er gerade für sein Abitur, das im Sommer kommenden Jahres geschrieben wird.


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