"Mister Vorlage" und seine Vorfreude auf Weihnachten

Rafael Garcia wurde in Aachen geboren, hat spanische Vorfahren und spielt seit Sommer für den Chemnitzer FC - wo er jetzt auch Schwibbögen kennenlernen durfte.

Der Advent ist die Zeit der Besinnung, des Friedens und der Gemütlichkeit. Es ist allerdings auch etwas Arbeit nötig, damit diese Stimmung dann auch tatsächlich eintritt. Das gilt nicht nur für Familien, sondern auch für Fußballmannschaften. Die Kicker des Chemnitzer FC konnten nach einer beeindruckenden Siegesserie in der Regionalliga zwei Punktspiele in Folge nicht gewinnen, bogen aber am 1. Advent wieder auf die Siegerstraße ein. Beim ambitionierten Team vom FSV Union Fürstenwalde gelang durch Tore von Dejan Bozic (2), Niklas Hoheneder sowie Rafael Garcia ein 4:2 (2:1)-Erfolg. Damit bleiben die Himmelblauen mit zehn Punkten vor dem Berliner AK souveräner Tabellenführer.

"Mister Vorlage" Garcia, der im bisherigen Saisonverlauf der Regionalliga Nordost schon 13 Treffer vorbereitet hat und zweimal selbst traf, weiß, dass vor den Weihnachtsferien aber noch einmal 90 harte Minuten auf das Team warten. Am kommenden Samstag empfängt die CFC-Elf den SV Babelsberg, der als Tabellensiebter bisher 27 Punkte sammelte. Ein Sieg gegen die Potsdamer würde sich dann sicherlich in Sachen Urlaubslänge und Stimmung positiv auswirken. Schließlich will Garcia die Feiertage bei seiner Familie in Aachen verbringen.

"Dann ist erst einmal Ausruhen angesagt. Vielleicht fahre ich mit meiner Freundin auch noch ein paar Tage weg. Aber das ist noch nicht entschieden", sagte Garcia, der in Aachen geboren wurde, dort auch Fußball spielte und im Sommer aus Oberhausen nach Chemnitz kam. Der CFC ist für ihn die erste Station im Fußball-Osten, weshalb der 25-Jährige bislang auch noch nicht mit den Adventstraditionen im Erzgebirge und der Umgebung in Berührung kam. "Viel Zeit gab es bisher noch nicht, die vielen Lichter in der Stadt in Ruhe zu betrachten, schließlich hatten wir ein ordentliches Trainingspensum zu bewältigen. Aber es wird sich schon noch etwas ergeben", sagte der Mittelfeldspieler mit spanischen Wurzeln.

Einen Crashkurs hat er auf jeden Fall schon im Zimmer der Physiotherapeuten des CFC bekommen. Denn der Raum im Sportforum ist von der medizinischen Abteilung des Regionalligisten der Jahreszeit entsprechend eingeräumt. Olaf Renn, der in Karl-Marx-Stadt geboren ist und seit Jahren im Erzgebirge lebt, hat entsprechendes Material aufgefahren. "Schwibbogen, Räucherkerzen oder Bergmänner - bei uns gibt es im Dezember das volle Programm zu sehen", lacht Renn. "Beim ersten Blick haben die Jungs ungläubig gestaunt und wohl auch etwas mit dem Kopf geschüttelt. Aber natürlich wurde ihnen auch erklärt, welche Bedeutung die einzelnen Stücke haben", sagte der Physiotherapeut. Ob jedoch Garcia künftig als Schwibbogen-Missionar im Großraum Aachen auftreten wird, ist nicht bekannt.

Wie David Bergner gestern auf Anfrage mitteilte, können die Spieler damit rechnen, am 10. Dezember ihre Pause zu den Feiertagen zu beginnen. "Wir werden uns einen Tag nach dem Babelsberg-Spiel noch einmal zusammensetzen. Dort bekommen die Spieler unter anderem ihre Trainingspläne für die freien Tage mit. Denn auch wenn Weihnachten mit allem Drum und Dran vor der Tür steht, muss natürlich auch weitergearbeitet werden", sagte der Trainer.

Matti Langer allerdings macht sich derzeit weniger Gedanken über den Verlauf der bevorstehenden Feste, sondern vielmehr über seinen Gesundheitszustand. Der Mittelfeldspieler musste in Fürstenwalde mit einer Schulterverletzung vorzeitig vom Platz. "Matti hatte am Montag eine MRT-Untersuchung gehabt, das Ergebnis müssen wir jetzt erst einmal abwarten", sagte Bergner.

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