Mit Spaß am Kicken auf die Insel Rügen

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Eine kleine Mannschaft aus Chemnitz hat es zum Bundesfinale der Fairplay Soccer Tour geschafft. Dass die Jungs erfolgreich sind, liegt auch an einem neuen Trainingsansatz.

Ein Ostsee-Urlaub ist in den vergangenen Jahren nicht gerade billiger geworden. Und dennoch haben die Eltern von Lisandro Kühnert, Len Szèkely, Kilian Steinert und Fritz Hartmann ohne langes Zögern zugesagt, mit ihren Sprößlingen in dieser Woche auf die Insel Rügen zu fahren. Schließlich können die vier dort viel erreichen. Sie nehmen am Bundesfinale der Fairplay Soccer Tour teil. Mit dem Sieg in einer von zwei sächsischen Vorrunden haben die jungen Kicker die Qualifikation für die Endrunde gepackt. "Dass sie die Reise dann komplett selbst bezahlen müssen, ist - sagen wir mal - etwas unglücklich vom Veranstalter. Aber wir fahren gern dorthin, denn neben den Finalspielen ist eine riesiges Sommercamp mit allem drum und dran für die Kinder geplant", sagt Tibor Szèkely.

Wie man anhand des Nachnamens vielleicht schon erahnen kann, ist er der Vater von Len, einem der vier jungen Kicker. Aber nicht nur das. Tibor Szèkely ist auch der Trainer der kleinen Truppe. Er hat Anfang dieses Jahres eine Fördermannschaft ins Leben gerufen, beider er einen modernen Ansatz des Fußballtrainings verfolgt. Kinetic Soccer heißt das Projekt, an dem insgesamt 15 Kinder der Jahrgänge 2012 und 2013 aus verschiedenen Vereinen teilnehmen. Kinetischer Fußball also, wenn man es übersetzt. Kinetik ist dabei laut Definition die Lehre von der Bewegung unter dem Einfluss innerer und äußerer Einflüsse. Ganz so kompliziert würde Szèkely sein Training zwar nicht beschreiben, aber um Bewegung geht es ihm tatsächlich in erster Linie.

"Die Idee zum Förderkader entstand nach mehrjähriger Tätigkeit als Vereinstrainer im Fußball", sagt Szèkely, der früher unter anderem Nachwuchsteams beim CFC oder dem VfB Fortuna betreute. "Ich habe ´festgestellt, dass sich die meisten Vereine leider nur auf sportartspezifische Schwerpunkte konzentrieren." Er jedoch möchte erreichen, dass die Kinder selbst Entscheidungen auf dem Platz treffen, indem sie eine ganzheitliche Entwicklung nehmen. Das bedeutet: Training in Kleingruppen, Fokussierung auf Spielformen, Kennenlernen und Ausprobieren von anderen Sportarten. "Also nicht nur Pass- und Schussübungen", sagt der Trainer, der nebenberuflich unter anderem auch Fußballcamps betreut und Einzeltrainings anbietet.

Für seine Trainingseinheiten kooperiert Szèkely mit vielen Vereinen aus der Region, aktuell nutzt er das Gelände des Oberlungwitzer SV und wird auch von Trainern dieses Vereins unterstützt.

www.facebook.com/KineticSoccer

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