Nach Anschuldigungen wegen psychischer Erniedrigungen: Trainerin Gabi Frehse kritisiert Turnverband

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Chemnitzerin hat Untersuchungsbericht noch nicht erhalten - Olympiastützpunkt fehlen ebenso bisher Unterlagen

Chemnitz.

Genau drei Wochen sind vergangen, seit der Deutsche Turner-Bund (DTB) das Gutachten einer Anwaltskanzlei, das die Vorwürfe gegen Turntrainerin Gabi Frehse untersuchte, der Öffentlichkeit vorstellte. Aufgrund der Ergebnisse dieser Kommission forderte der DTB die Entlassung der Chemnitzerin, die einen Vertrag beim Olympiastützpunkt (OSP) Sachsen besitzt. Nachdem Weltmeisterin Pauline Schäfer Ende November im "Spiegel" schwere Anschuldigungen vor allem hinsichtlich psychischer Erniedrigungen erhob, ist die Trainerin in gegenseitigem Einvernehmen freigestellt.

"Leider kann ich bis heute nicht Stellung zu den konkreten Vorwürfen des Untersuchungsberichtes des DTB nehmen, da mir der Verband die Einsichtnahme in den Bericht seit Wochen verwehrt. Was genau ermittelt wurde, ist mir bis heute nicht bekannt. Aus meiner Sicht verletzt der DTB hier elementare rechtlich Grundprinzipien. In jedem normalen Strafverfahren steht dem Beschuldigten ein Recht auf Akteneinsicht zu", erklärt Gabi Frehse nunmehr in einer offiziellen Stellungnahme. Die 60-Jährige führt weiter aus, dass damit ihre Persönlichkeits- und Datenschutzrechte verletzt würden. Sie hat sich deshalb an den Datenschutzbeauftragten in Hessen - Sitz des DTB ist in Frankfurt (Main) - gewandt, damit dieser der Sache nachgeht.

Auch dem OSP als Arbeitgeber liegt das rund 200 Seiten umfassende Gutachten nicht vor, sodass es auch keine Entscheidungen geben kann. "Es wurde schon mehrfach angefordert, aber es ist bisher nichts passiert", bestätigte OSP-Leiter Thomas Weise. Frank Munzer, Vereinschef des TuS Altendorf, der wie die Eltern der aktuellen Kaderathletinnen hinter Gabi Frehse steht, kritisiert diese Situation scharf. mm

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1212 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    5
    lax123
    16.02.2021

    Ich habe nie gesagt, dass das Verfahren nicht vor Gerichte gehört - ganz im Gegenteil. Solange nichts bewiesen ist, ist sie unschuldig.
    Einzelne positive Geschichten schließen nicht aus, dass andere Menschen schlecht behandelt wurden.
    Hört die Aussagen vor Gericht - aber erspart uns weitere Artikel über die Vorfälle.

  • 11
    2
    harzruessler1911
    14.02.2021

    Korrektur zu Vorbeitrag ( Löschtaste zu viel betätigt )

    @TFH unter diesen ganzen Umständen, wäre es in der Tat das Beste dies gerichtlich ( unabhängig staatlich - kein " Sportgericht oder so was in der Art, zumindest nicht allein ) festzustellen .

  • 20
    3
    ernstel1973
    14.02.2021

    lax123...da ich weder Frau Frehse noch die Turner kenne, dürfen Sie davon ausgehen, dass ich 'fanboybefreit' bin.

    Die Berichterstattung stürzt sich lediglich auf Frau Frehse von Beginn - ohne jede Anklage, ohne Urteil. Man erfährt daraus nicht einmal im Detail um was es da genau geht, außer psychische Gewalt. 'Dumme Gans' ist auch psychische Gewalt, steht allerdings in keinem Verhältnis einem Menschen die existenzielken Grundlagen zu entziehen.

    Wenn nicht einmal Chemnitz und Frau Frehse Einsicht in die Anschuldigungen erhält, gehe ich davon aus, dass die Presse diese ebenso verwehrt wird. Nach der Hatz gegen unseren einstigen Wetterfrosch sollten wir vorsichtig sein und uns in keine unbewiesenen Geschichtchen instrumentalisieren lassen.

  • 21
    3
    harzruessler1911
    14.02.2021

    @TFH unter diesen ganzen Umständen, wäre es in der Tat das Beste eine dies gerichtlich ( unabhängig staatlich - kein " Sportgericht oder so was in der Art, zumindest nicht allein ) .
    Leider ist es hier sicher zu betrachten, wie das subjektive Empfinden und die dicke des Felles der einzelnen Sportlerinnen ist,um es mal lapidar auszudrücken.

    "15 Ankläger begründen kein Urteil" - genau so ist es .
    Ebenso wenig, wie die 24 Erziehungsberechtigten und 13 Trainer, welche sich für die Trainerin einsetzten ,also ich sage Mal als Entlastungs- Leumundszeugen dienen könnten , ein Urteil begründen würden: " Was mir nicht passiert ist , kann auch keinem anderem passiert sein", ist ja kein Beweis -ebenso andersherum"
    Genau aus diesem Grund sollte man jeden einzelnen Fall der Beschuldigungen gerichtlich prüfen , ob und welche genau einen Strafrechtsbestand begründen würden.
    Schließe mich somit all den Postern an, welchen ein faires gerichtliches Verfahren wichtig ist -nicht Vorverurteilung.

  • 26
    7
    MeyerZwo
    14.02.2021

    Ich empfinde den bisherigen Umgang durch den DTB mit den Vorwürfen mehr als befremdlich, da entlastende Argumente ( anderer Athletinnen, Eltern, Trainer) ausgeblendet werden, kein Gehör finden. Auch das Frau Frehse keine Akteneinsicht erhält, spricht nicht für den DTB. Schließlich dient es den dort Verantwortlichen, um bespielsweise arbeitsrechtliche Entscheidungen zu treffen. Eine Vorgehensweise, die jedes Gericht zurückweisen würde.
    Man stelle sich einen Strafprozess vor, in dem alle Belastungszeugen gehört werden, dann noch die Angeklagte und abschließend das Urteil gefällt wird. MIt Rechtsstaat hat dies nichts mehr zu tun!

  • 5
    18
    mathausmike
    14.02.2021

    @Lax123:Sie haben mir aus der Seele gesprochen!
    Welch Anspruch wird hier erfüllt?

  • 4
    15
    Interessierte
    14.02.2021

    Die Frau Frehse bekommt keine Einsicht in den über 200 Seiten langen Bericht .
    Der DTB begründet sein vorgehen mit dem Datenschutz ......

    Das ist wohl bei diesen Menschen in diesem Staat so üblich , dass die mit dir machen , was sie wollen , weil die den längeren Arm haben - und wohl auch über uns gewonnen haben ...
    Aber das sind doch alle nette , freundliche , aufrichtige und liebe Menschen !
    Und wir lieben doch Alle .....
    Auch die Westler mit ihrem angenehmen , anständigen , höflichen Auftreten lieben wir !!!

    Hier nach 26 min
    Zuvor ab 15 min ist auch interessant .....
    https://www.mdr.de/tv/programm/video-491916_zc-12fce4ab_zs-6102e94c.html

  • 27
    5
    gelöschter Nutzer
    14.02.2021

    Nein, hier sind nicht nur "Fanboys" unterwegs, aber eben Leute, die im Gegensatz zu Ihnen die Prinzipien des Rechtsstaates verstanden haben.

    Nervig ist das Spiel allerdings schon. Es gehört schleunigst vor Gericht. Gutachten sind kein Urteil und können das auch nicht sein. 15 Ankläger sind auch kein Urteil.

  • 8
    14
    Interessierte
    14.02.2021

    Die Frau Frehse bekommt keine Einsicht in den über 200 Seiten langen Bericht .
    Der DTB begründet sein vorgehen mit dem Datenschutz ......

    Das erging mir auch schon einmal so ähnlich , Frau Frehse .
    Das ist wohl bei diesen Menschen in diesem Staat so üblich , dass die mit dir machen , was sie wollen , weil die den längeren Arm haben - und wohl auch über uns gewonnen haben ...
    Aber das sind doch alle nette , freundliche , aufrichtige und liebe Menschen !
    Und wir lieben doch Alle .....
    Auch die Westler mit ihrem angenehmen , anständigen , höflichen Auftreten lieben wir !!!

    Hier nach 26 min
    Zuvor ab 15 min ist auch interessant .....
    https://www.mdr.de/tv/programm/video-491916_zc-12fce4ab_zs-6102e94c.html

  • 5
    36
    lax123
    13.02.2021

    Einseitig? 15 Personen die sich einig sind?

    Ich bitte Sie. Was ist in diesem Forum los - sind hier so viele Fanboys unterwegs?!?

  • 73
    10
    ernstel1973
    13.02.2021

    lax123..."Sie sind Mist und Ende". Würden Sie das so für sich selbst stehen lassen. Was haben Sie an Rechtsstaatlichkeit nicht verstanden? Jemanden einseitig denunzieren zu dürfen ohne Gegendarstellung war da jedenfalls nicht dabei.

  • 16
    76
    lax123
    13.02.2021

    Langsam nervts. Warum gibt es fast täglich einen Artikel über die Trainerin? Ihre Methoden sind Mist und Ende. Das haben 15 junge Sportler eindrucksvoll beschrieben. Gebt dem Theater hier nicht noch eine Bühne.