Nach Eklat von Chemnitzer Fans: DFB nimmt Ermittlungen auf

Der Deutsche Fußball-Bund hat die massiven rassistischen und antisemitischen Beleidigungen von Anhängern des Chemnitzer FC aufs Schärfste verurteilt. Zudem wird sich der Kontrollausschuss mit den Vorfällen beim Drittliga-Spiel FC Bayern München II gegen Chemnitz befassen. "Dinge dieser Art sind widerlich und haben auf dem Fußballplatz nichts verloren. Beim DFB gibt es null Toleranz für antisemitische und rassistische Parolen", teilte Wolfgang Zieher, der für die 3. Liga zuständige stellvertretende Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, am Sonntag mit. Der Kontrollausschuss werde "selbstverständlich Ermittlungen aufnehmen".

Fans des CFC hatten beim 2:2 am Samstag nach Angaben des Clubs Geschäftsführer Thomas Sobotzik antisemitisch beschimpft und sich mit dem gekündigten Stürmer Daniel Frahn solidarisiert. Zudem soll es rassistische Rufe gegen eigene Spieler gegeben haben. "Bedrohungen und rassistische Aussagen dürfen in unserer Gesellschaft keine Akzeptanz haben. Der Chemnitzer FC prüft derzeit alle rechtlichen Schritte und wird diese konsequent umsetzen", teilte der Verein mit.

Der CFC steht seit längerer Zeit mit Negativschlagzeilen im Fokus. Der Club hatte Stürmer Frahn kürzlich wegen seiner angeblichen Nähe zur rechten Szene gekündigt. Dagegen geht der 32-Jährige nach einem Bericht der "Freien Presse" gerichtlich vor. (dpa)

 

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10Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    0
    guenni07545
    26.08.2019

    Gewissen Leuten aus der Fanszene, Fans kann man die ja eher nicht nennen, geht es doch schon lange nicht mehr um den Verein. Denen geht es um doch nur um ihre Machterhaltung und ihre Vormachtstellung im Stadion. Diese Gruppierung tut alles, um den Verein und der gehassten GmbH zu schaden. Die können ihre Spielchen in der Kreisklasse viel unbeobachteter und unbehelligter spielen. Auch wenn diese Querulanten was anderes behaupten.
    Investoren sind die Feinde, weil die ihr Geld geben um den Profifußball für die Stadt zu erhalten. Man versteckt sich hinter der Tradition, die sie selber zerstören. In einer einzigen Sache muss man aber ein Pro an die Fanszene vergeben: es wurden einzelne Investoren in der Insolvenzphase als Mitglieder gesetzeswidrig in den Verein aufgenommen, um ihnen Posten zu geben. Das widerspricht dem Vereinsrecht, das auch keine derartigen Sonderregelungen zulässt. Damit macht man sich angreifbar und bricht das Gesetz!
    Schaut man sich auf diversen Foren und FB-Portalen um, merkt man sehr schnell, ein Großteil ist so vernebelt und tief Braun, dass es einem schwindelig wird. Frahn zu entlassen wird als Rassismus bezeichnet, dümmer geht's nimmer! Es ist aller höchste Zeit das Stopp-Schild raus zu holen, aber bitte auch das Vereinsrecht einzuhalten!

  • 14
    3
    HHCL
    25.08.2019

    @Pixelghost: Und wieder sind nur die anderen Schuld! Kein Mensch käme auf die Idee den CFC abzuwickeln, wenn man dort mit Geld umgehen könnte und wenn man von dort nicht ständig mit peinlichen Aktionen sogenannter "Fans" beglückt würde. Es wird Sie nicht weiter bringen immer die Überbringer der schlechten Nachricht hier anzugehen. Nutzen Sie ihre Energie lieber innerhalb des Vereins, denn nur dort kann der Verein noch gerettet werden.

    Diese theatralische Unbeholfenheit der (angeblichen) Mehrheit gegen "CFC-Fans" die sich hauptsächlich rechtsradikal und nun auch antisemitisch hervortun, ist nach den vielen Monaten nur noch übel und Sie können nicht verlangen, dass man da immer wieder milde darüber hinweg sieht. Wenn ein Verein so tief in der Sch... steckt dann darf man sich keine schweigende Fan-Mehrheit mehr leisten, die solche Dinge durchgehen lässt und den Radikalen immer wieder die Möglichkeit gibt die Außenwirkung zu prägen. Da muss man mal aufstehen und diese Leute (die ja angeblich so eine kleine Minderheit sind) in die Schranken weißen. Seit Monaten passiert da gar nichts. Die jahrzehntelang antrainierte Reaktion - wegsehen, schönreden und Leute angehen, die einen an die Realität erinnern, wird weiter eifrig gepflegt. Das wird so nichts mehr werden!

    Bei der Unfähigkeit sich finanziell zu Konsolidieren sieht es ähnlich aus.

  • 20
    2
    steph58
    25.08.2019

    An alle aufrichtigen und treuen Fans des CFC. Es reicht eben nicht, nur in der Südkurve zu stehen.
    Es muss auch den Znruhestiftern entgegengetreten werden, denen es ja nicht um das Wohl des Clubs geht.
    Mit unfähigen und beleidigenden Äußerungen disqualifizieren sich selbst.
    Daher finde ich die Reaktiion der Mannschaft, nicht in die Fankurve zu gehen, als richtige Aktion.

  • 11
    3
    Blackadder
    25.08.2019

    @pixelghost: Warum sagen Sie das mir und nicht DEN Leute, die durch solche Aktionen den Verein immer tiefer und tiefer in die Sch........ reiten. Immer sind bei Ihnen die anderen Schuld, nie die Fans des CFC selbst, das fällt schon langsam auf!

  • 9
    5
    Zeitungss
    25.08.2019

    @Balckadder: Sie sprechen den Einwohnern auf dem sächsischen Globus aus der Seele, mit Sport hat es inzwischen wirklich nichts mehr zu tun und der Leser könnte wieder einmal genüsslich seine Zeitung lesen. Ein eigener Fernsehkanal oder eine Zeitung ist angebracht, es wäre sicherlich ein Verkaufsschlager der besonderen Art, vorausgesetzt diese Darbietungen interessieren wirklich noch einen Menschen.

  • 8
    11
    Pixelghost
    25.08.2019

    @Blackadder, für wen ist dann gut?

    Für die Antifussball-Fraktion, die sich in der SPORTSTADT, wie sich Chemnitz immer schön bezeichnet, mit „abwickeln“, „zumachen“ und ähnlichen Äußerungen hervortut, oder für die vielen Kinder und Jugendlichen, die diesen Sport lieben und in zahlreichen Vereinen Spaß, aber auch Teamgeist und Leistungswillen anerzogen bekommen.

    Und was ist mit den Fußballfans, die um des Spieles Willen ins Stadion gehen und ihre Mannschaft unterstützen wollen?

    Muss man nach Leipzig oder Aue oder Dresden fahren, um ein volles Stadion zu erleben?

  • 8
    5
    SimpleMan
    24.08.2019

    @blackadder Am Meister ärgert man diese Leute, wenn man die Bude nicht zu macht und den Weg des Insolvenzverwalters weiter verfolgt (siehe dazu auch Gesellschaftervertrag der GmbH des CFC).

  • 26
    14
    Blackadder
    24.08.2019

    Irgendwann ist das Maß auch voll. Macht die Bude endlich zu und gut ist.

  • 32
    8
    Distelblüte
    24.08.2019

    Manche "Fans" haben ein grundlegendes Problem. Hier geht es nicht um Sport, hier wird Fußball als quasireligiöser Kult betrieben. Und wenn einer der überhöhten Helden vom Thron gestoßen wird, ist das wie Blasphemie.

  • 18
    5
    Juri
    24.08.2019

    Es geht wohl nicht nur um den Ruf des CFC oder? Geht es nicht eher um ein Haltung. Aber vielleicht hat das der Sportdirektor ja auch gemeint? ????



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