Niners-Basketballer schnuppern Euroleague-Luft in Berlin

Der Zweitligaspitzenreiter hat sich in dieser Woche auf Dienstreise begeben und dabei eine Menge Motivation für das anstehende Derby geholt.

Kapitän Malte Ziegenhagen hatte schon vor zwei Wochen beklagt, dass er diese Pause eher ungünstig findet. Aber es nützt alles nichts: Die Zweitligabasketballer der Chemnitz Niners können ihren beeindruckenden Lauf aktuell nicht fortsetzen, weil sie am vergangenen und auch an diesem Wochenende spielfrei haben. Acht Siege in Folge hat das Team von Trainer Rodrigo Pastore zuvor gefeiert, die drei letzten sogar mit jeweils mehr als 100 erzielten Punkten.

Diesen Schwung hätte das Team gern weiter mitgenommen, doch am vergangenen Wochenende waren die Niners im 17er-Feld der Zweiten Liga die eine Mannschaft, die pro Spieltag pausieren muss. "Und an diesem Wochenende macht die Liga komplett Pause", sagt Vereinssprecher Matthias Pattloch. "Der Weltverband hat ein spielfreies Wochenende angesetzt, das unter anderem für Länderspiele genutzt wird." Pattloch selbst und weitere Mitglieder der Geschäftsstelle haben allerdings nicht frei, sie sind bei einer Ligatagung dabei, in der es unter anderem um die Themen Marketing und Öffentlichkeitsarbeit der Vereine geht. "Da kommen Vertreter aus ganz Deutschland zusammen, das ist immer sehr sinnvoll und produktiv", sagt der Sprecher des aktuellen Zweitligaspitzenreiters.

Vor der Arbeit kam für Pattloch und das gesamte Team aber das Vergnügen. Am Donnerstag waren die Niners nach Berlin gereist, wo so etwas wie eine Dienstreise anstand. Denn wenn Basketballprofis ein Basketballspiel anschauen, hat das ja auch immer etwas mit Fortbildung zu tun. Anschauungsunterricht gab es beim Euroleague-Spiel von Alba Berlin gegen Zalgiris Kaunas, wobei die Chemnitzer Profis wohl zu den wenigen Besuchern in der Halle gehörten, die mit dem Lärmpegel ganz gut umgehen konnten. Denn die 1000 mitgereisten Fans aus Litauen machten in der Mercedes-Benz-Arena zwar höllischen Krach - für Spieler, welche die Chemnitzer Hartmannhalle oder auch die Messe gewöhnt sind, ist das aber nichts Neues.

Nach dem 69:62-Sieg der Berliner in einem eher zähen und kampfbetonten Spiel ging es für die Profis aus Chemnitz zum gemütlichen Teil über. "Die Mannschaft hat einen gemeinsamen Abend in Berlin verbracht und ist am Freitag mit dem Teambus wieder nach Chemnitz gefahren. Dort dürfen die Spieler ein freies Wochenende genießen", sagte Matthias Pattloch.

Am Montag startet dann die Vorbereitung auf das nächste Punktspiel in der Zweiten Liga - und das ist nicht irgendeine Partie. Denn am 8. Dezember wird die Messe Chemnitz nicht weniger laut sein als die Gästetribüne am Donnerstag in der Berliner Arena, wenn Science City Jena als punktgleicher Tabellendritter zum Ostderby anreist. Dass die Chemnitzer nach drei Wochen ohne Pflichtspiel heiß auf dieses Spiel sein werden, versteht sich von selbst.

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