Niners-Hüne Lodders verzichtet gern auf Einsatzminuten

Nach dem besonderen Familientreffen im Spiel gegen Hagen fiebert der 25-Jährige dem Derby in Jena entgegen. Und er weiß, was er auf keinen Fall wieder erleben will.

Das Bruderduell ging klar an den Jüngeren: Robin (25) setzte sich mit seinen Chemnitz Niners am vergangenen Wochenende deutlich mit 103:88 gegen Jannik Lodders (27) durch. Für die Tabelle der Zweiten Basketball-Bundesliga bedeutet das: Die Niners stehen weiter souverän an der Spitze, während Hagen um den Einzug in die Playoffs bangen muss. Für den Familienfrieden heißt der klare Sieg des jüngeren Bruders gegen den älteren: Es bleibt alles wie zuvor. "Nein, wir ziehen uns wegen der Ergebnisse in den Spielen gegeneinander nicht auf oder so was", sagt Robin Lodders. "Wir kennen das ja schon aus einigen Spielzeiten zuvor, dass wir mit unseren Teams aufeinandertreffen. Es ist zwar noch immer etwas Besonderes, aber auch keine zu große Sache mehr. Jeder konzentriert sich auf seinen Verein - und da haben wir beide viel zu tun, um unsere Ziele zu erreichen."

Das Ziel der Niners ist in dieser Saison ganz klar definiert: Der Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse soll geschafft werden. Robin Lodders gehört zu den wenigen Spielern, die auch schon in der vergangenen Saison in Chemnitz unter Vertrag waren und damit den denkbar knapp verpassten Aufstieg miterlebt haben. "Wir geben in dieser Spielzeit alles dafür, dass wir so etwas nicht noch einmal erleben müssen", sagt der 2,06-Meter-Hüne, der seit seinem Wechsel zu den Niners im Sommer 2017 zu den beständigsten Spielern der Chemnitzer gehört. "Den Grundstein für den Aufstieg müssen wir in den Spielen der Hauptrunde legen, und dort sieht es aktuell ja sehr gut aus."

16 der 17 Saisonspiele haben die Niners gewonnen, sechs davon mit mehr als 100 erzielten Punkten. Selbst Spiele wie gegen Hagen, in denen sowohl offensiv als auch defensiv nicht alles passte, haben die Chemnitzer dominiert. Ein Hauptgrund dafür: Cheftrainer Rodrigo Pastore kann bei Bedarf immer wieder Spieler einwechseln, die auf die jeweiligen Situationen perfekt reagieren können. "Unser Vorteil in dieser Saison gegenüber den anderen Mannschaften und auch gegenüber der vergangenen Saison ist die unglaubliche Tiefe im Kader", sagt Robin Lodders. "Die Mannschaft ist sehr ausgeglichen besetzt und hat viele erfahrene Spieler. Das hilft uns, auch brenzlige Situationen zu überstehen."

Für Lodders selbst bedeutet der ausgeglichen besetzte Kader aber auch, dass er weniger Spielzeit bekommt. "Man muss ja nur auf die Ergebnisse schauen, um zu sehen, dass die Rotation erfolgreich ist. Und wenn der Erfolg stimmt, ist es auch kein Problem, auf einige Einsatzminuten zu verzichten", sagt der Center-Spieler, der auch auf dem Flügel eingesetzt werden kann. "Was zählt, ist der Erfolg der Mannschaft. Und mit der haben wir bisher viel geschafft, aber noch gar nichts erreicht. Die Saison ist noch lang."

Den nächsten Schritt Richtung Aufstieg wollen die Niners am heutigen Freitagabend (20 Uhr, live im Internet bei www.airtango.live) machen, wenn sie im Derby bei Science City Jena antreten. Das Hinspiel Anfang Dezember ging mit 90:78 an die Niners - und war damit einer der knapperen Siege in dieser Saison.

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