Niners können schon Platz eins sichern

Mit dem hart erkämpften Erfolg in Tübingen ist der Vorsprung auf Rang zwei für die Basketballer auf zehn Punkte angewachsen. Doch das jüngste Spiel war auch ein Warnschuss.

Die Römerstrom Gladiators aus Trier können sich Woche für Woche voller Stolz die Tabelle der 2. Basketball-Bundesliga in die Kabine hängen. Nicht unbedingt wegen ihrer eigenen Platzierung - sie sind als Siebente mittendrin im spannenden Kampf um die Playoff-Plätze. Vielmehr können die Trierer auf die Tabelle stolz sein, weil von Woche zu Woche die Zahl der Mannschaften wächst, die es nicht schaffen, gegen den Spitzenreiter Chemnitz Niners zu punkten - und damit bleiben die Gladiators das einzige Team, dem dies in dieser Saison gelungen ist.

Dass die Chemnitzer Mannschaft derzeit zwar überragend gut, aber keinesfalls unschlagbar ist, hat das jüngste Spiel bei den Tigers Tübingen am Sonntagabend gezeigt. Zwar konnten die Niners beim 94:80 den 24. Sieg im 25. Spiel holen, doch besonders in der ersten Halbzeit lief beim Spitzenreiter nicht viel zusammen. Vor 1800 Zuschauern führten die Gastgeber nach den ersten zwei Vierteln mit 45:38 - und das nicht unverdient. Die Baden-Württemberger, die mit 22 Punkten auf Tabellenplatz 12 liegen und noch um einen Platz in den Playoffs kämpfen, lagen dank einer starken Leistung zwischenzeitlich sogar mit 13 Punkten vorn. "Die Tigers haben es uns sehr schwer gemacht, aber wir konnten zum Glück eine Schippe drauflegen", freute sich Niners-Kapitän Malte Ziegenhagen über die Leistungssteigerung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit. Angeführt von Neu-Nationalspieler Niklas Wimberg, der 19 Punkte machte, und Robin Lodders, der eines seiner besten Saisonspiele ablieferte, kam Chemnitz zurück ins Spiel und dreht vor allem im dritten Viertel mächtig auf.

Da Verfolger Eisbären Bremerhaven sein Spiel gegen Heidelberg verlor, haben die Niners nun zehn Punkte Vorsprung auf Platz zwei - bei noch sieben ausstehenden Partien. Da sie das direkte Duell gegen Bremerhaven gewonnen haben, können die Chemnitzer mit zwei Siegen am Wochenende (Freitag in Paderborn und Sonntag gegen Kirchheim) Platz 1 in der Abschlusstabelle der Hauptrunde sichern. "Das wäre wichtig, weil wir dann unser Playoff-Viertelfinale gegen den Achten der Hauptrunde spielen und bei einem Einzug ins Halbfinale dort auf den Sieger des Spiels Vierter gegen Fünfter treffen - wir würden dem Zweiten und Dritten aus dem Weg gehen", sagt Niners-Sprecher Matthias Pattloch.

Die Play-offs sind aber Zukunftsmusik. Noch läuft die Hauptrunde, und die wird mit dem Spiel in Nürnberg am 4. April beendet. "Da uns dorthin traditionell immer sehr viele Fans begleiten, startet in unserer Geschäftsstelle schon am Donnerstag dieser Woche der Vorverkauf für das Spiel", informiert Pattloch.


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