Niners mit perfekter Ausbeute

Der Basketball-Zweitligist hat auch das dritte Spiel binnen einer Woche gewonnen. Das ist nicht die einzige positive Nachricht für den Tabellenführer.

Als Zuschauer einer Partie der Niners Chemnitz bekommt man derzeit viel Spannung geboten. Drei mal musste der Basketball-Zweitligist binnen einer Woche aufs Parkett, drei mal war die jeweilige Partie bis etwa eine Minute vor Schluss völlig offen - und jedes Mal gingen die Chemnitzer als Sieger vom Feld. So auch am Samstag, als die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore mit 76:73 (36:35) bei den Baunach Young Pikes gewann und - nach Siegen gegen Trier und in Nürnberg - für einen perfekten Abschluss der englischen Woche sorgte.

Beim Nachwuchs-Team des einstigen Serienmeisters Bamberg legten die Chemnitzer gut los und führten zum Ende des ersten Viertels mit 17:9. "Auch danach lagen wir konstant vorne, haben es hintenraus aber spannender gemacht als nötig", sagt Jonas Richter. Im letzten Viertel stand die Partie mehrfach auf der Kippe. Angeführt vom starken Tschechen Adam Pechacek, der bis zum Jahreswechsel noch beim Erstligisten Mitteldeutscher BC unter Vertrag stand, kämpfte sich Baunach 48 Sekunden vor Schluss auf 70:72 heran. Ivan Elliot und Niners-Kapitän Malte Ziegenhagen besiegelten mit ihren Punkten aber die Niederlage der Franken. Bester Werfer auf dem Feld war Jonas Richter mit 18 Punkten; überdies erkämpfte er fünf Rebounds. "Bei mir läuft es diese Saison so gut, weil ich bislang nicht verletzt oder krank war", erklärt der 21-Jährige. Sein Trainer sagt über ihn: "Er spielt seine bislang beste Saison, zeigt konstant gute Leistungen. Es würde mich nicht wundern, wenn er eine Einladung vom Nationalteam erhält."

Auch sonst lobte Pastore seine Mannschaft, freute sich vor allem über die vielen Passstafetten und eine verbesserte Dreierquote: 7 von 17 Versuchen landeten in Baunach im Korb. "Wir hätten das Spiel eher sicher entscheiden können. Aber insgesamt sind wir auf dem Weg dahin, wo wir waren, bevor sich einige Spieler verletzten", sagte der Coach und spielte damit auf den Saisonstart an, als die Chemnitzer zwölf Spiele in Folge gewannen. Einzige Schwachstelle: Die Chemnitzer leisteten sich zu viele unnötige Ballverluste, die bei Gegenstößen häufig zu Punkten für den Gegner führen.

Drei Siege in drei Spielen, Tabellenführung behauptet und alle Sportler verletzungsfrei geblieben - es war eine perfekte Woche für die Niners. Und es könnte noch besser werden. Diese Woche, kündigt Pastore an, werde Matt Vest wieder ins Training einsteigen - eher als prognostiziert. Der US-Amerikaner hatte sich Ende November die Mittelhand gebrochen. Damals gingen die Ärzte von drei Monaten Pause aus. Sollte er schon beim Heimspiel gegen Kirchheim am Samstag auflaufen können, stünden Pastore alle Akteure des Kaders zur Verfügung.

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