Niners sinnen auf Revanche für Hinspielpleite

Basketball-Zweitligist bestreitet erstmals eine Partie in Quakenbrück

Der Busfahrer, der die Chemnitzer Zweitliga-Basketballer zu ihren Auswärtsauftritten chauffiert, braucht am Samstag ganz bestimmt sein Navigationssystem. Dürfte sich bei vielen Fahrten zu den Spielorten langjähriger Zweitligisten wie Heidelberg oder Kirchheim eine gewisse Routine eingestellt haben, ist die heutige, 550 Kilometer lange Tour ein Novum: Die Niners treten in Quakenbrück an - zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte.

Die 13.000-Einwohner-Stadt liegt in Niedersachsen, etwa 50 Kilometer nördlich von Osnabrück. In der dortigen 3000 Zuschauer fassenden Halle treten die Artland Dragons an, die im Sommer die Lizenz der in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Rockets Gotha übernommen haben und so in die Zweite Bundesliga aufgestiegen sind. An das erste Aufeinandertreffen mit den Dragons in der Hinrunde in der Hartmannhalle haben die Chemnitzer Korbjäger keine guten Erinnerungen: Sie unterlagen mit 75:84. Es war die erste Saisonpleite. "Sie haben uns wirklich sehr weh getan und damals völlig verdient gewonnen. Gleichzeitig war dies eine unserer schlechteren Saisonleistungen", erinnert sich Niners-Trainer Rodrigo Pastore. Er und sein Team sinnen deswegen auf Revanche.

Die Vorzeichen dafür stehen gut. Im Gegensatz zum Hinspiel, als mit Matt Vest und Ivan Elliot zwei Stammkräfte fehlten, kann der Coach diesmal auf alle Akteure zurückgreifen, viel rotieren und damit die Intensität hochhalten. Außerdem ist seine Mannschaft nach einem kleinen Tief um den Jahreswechsel längst wieder in der Erfolgsspur. Mit vier Siegen in Folge haben die Sachsen ihre Tabellenführung weiter ausgebaut. Die Dragons gingen zuletzt zweimal als Verlierer vom Feld und haben als Tabellenzehnter vier Punkte Rückstand auf einen Playoff-Rang.

Dennoch warnt Pastore vor den Quakenbrückern. Das US-Trio Pierre Bland, Chase Griffin und Demetris Morant, das pro Partie im Schnitt auf insgesamt 40 Punkte kommt, werde die Niners-Verteidigung vor Herausforderungen stellen. "Die ersten fünf, sechs Akteure sind richtig stark und zogen uns im Hinspiel den Zahn", meint der Coach. Die Partie beginnt 19.30 Uhr. Das nächste Heimspiel bestreiten die Niners in einer Woche. Dann ist die Mannschaft aus Hagen zu Gast in der Hartmannhalle.

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