Niners verlängern mit Centerspieler und erhöhen Etat

Hüne Robin Lodders hat beim Basketball-Zweitligisten einen neuen Vertrag unterschrieben. In puncto Budget will der Verein eine neue Schallmauer durchbrechen.

Zurzeit aalt er sich im Urlaub in der Dominikanischen Republik. Robin Lodders kann die freien Wochen unbeschwert genießen, denn seine Zukunft als Profibasketballer ist zumindest für die kommenden beiden Jahre vertraglich gesichert. Wie sein Verein Niners Chemnitz am Freitag mitteilte, ist der Kontrakt mit dem 2,05-Meter-Hünen bis 2021 verlängert worden. Trotz des verpassten Erstliga-Aufstiegs gab es für Lodders offensichtlich keine Zweifel, den Chemnitzer Korbjägern die Treue zu halten. "Die vergangene Spielzeit hat trotzdem unglaublich viel Spaß gemacht", betonte Lodders. Der gebürtige Hannoveraner war 2017 von Rhöndorf (Nordrhein-Westfalen) zu den Niners gewechselt.

In der vergangenen Saison hatte sich der 24-jährige Centerspieler enorm gesteigert. Allein die Trefferquote von 63,5 Prozent aus dem Feld war Ausdruck der regelrechten Leistungsexplosion des Robin Lodders. So sparte auch Chefcoach Rodrigo Pastore nicht mit Lob. "In Summe war Robin einer der effektivsten Akteure unseres Teams und trug maßgeblich zu vielen Siegen bei", erklärte der Argentinier. Auch Pastore hat die Enttäuschung über das Scheitern seiner Mannschaft im Halbfinale der Playoffs überwunden und gibt sich angriffslustig. Mit Blick aufs nächste Spieljahr kündigte der 46-jährige Trainer an: "Wir wollen eine Mannschaft aufstellen, die abermals ein gewaltiges Wort im Kampf um die besten Plätze mitreden kann."

Vier Spieler seien für die Saison 2019/20 vertraglich gebunden, erklärte Niners-Sprecher Matthias Pattloch am Freitag. Neben Lodders handle es sich um Jonas Richter, Youngster Leon Hoppe - und Kapitän Malte Ziegenhagen, einen der begehrtesten Spieler der Zweiten Liga. "Ihn hätten wir nur abgegeben, wenn uns ein Verein eine unverschämt hohe Ablösesumme geboten hätte", sagte Pattloch, der für die kommende Spielserie auch einige neue Gesichter in Aussicht stellt. Heißt im Umkehrschluss, dass nicht jeder Profi des letztjährigen Kaders in Chemnitz verlängern wird. "Alle US-Amerikaner bleiben nicht", so Pattloch. Mehr verraten will er vorerst aber nicht.

Obwohl es "nur" in Liga zwei weitergeht, kündigen die Niners-Verantwortlichen eine weitere Erhöhung des Etats an. Mehr noch: In puncto Finanzen soll eine neue Schallmauer durchbrochen werden. "Wir wollen beim Budget die Zwei-Millionen-Grenze erreichen", sagte Pattloch. In der Vorsaison hatte der Etat annähernd 1,7 Millionen Euro betragen. Damit setze sich eine rasante Entwicklung fort, so der Vereinssprecher. Schließlich habe der Etat vor fünf, sechs Jahren noch lediglich rund 500.000 Euro betragen.

Eine schlechte Nachricht für die Niners-Fans gibt es allerdings: Die Sauregurkenzeit dauert noch reichlich drei Monate. "Das erste Pflichtspiel der neuen Saison findet am Wochenende um den 20. September herum statt", berichtete Pattloch. Zuvor soll es ein bis zwei öffentliche Testpartien in Chemnitz geben, damit die Anhänger ihre neue Truppe schon mal in Augenschein nehmen können. Die Entscheidung über die Spielstätte - Richard-Hartmann-Halle oder Messe - ist nach Aussage des Niners-Sprechers noch nicht gefallen.

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