Niners verlieren Krimi gegen Ulm - Ausrutscher kostet möglichen Sieg

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Die Niners Chemnitz haben in der Basketball-Bundesliga die zweite Heimniederlage in Folge kassiert. Gegen Ulm hieß es am Ende 78:81, wobei die Gastgeber lange Zeit in Führung lagen.

Chemnitz.

Was für ein Krimi am Sonntagabend in der Messe Chemnitz: Wie so oft in den vergangenen Monaten und Jahren haben es die Basketballer der Niners Chemnitz auch im Heimspiel gegen Ratiopharm Ulm bis zur letzten Sekunde spannend gemacht. Während sie in der Vergangenheit aber oft das bessere Ende für sich hatten, gab es diesmal eine Niederlage mit ein bisschen Drama.

Denn beim Stand von 78:79 aus Sicht der Niners 21 Sekunden vor dem Ende hatten die Chemnitzer Ballbesitz. Frantz Massenat übernahm das Kommando und dribbelte mit dem Ball nach vorn, als er ausrutschte. Das Spielgerät ging verloren, nach einigen Zweikämpfen gab es zudem zwei Freiwürfe für Ulm. Die waren drin - 78:81. Bei noch fünf Sekunden auf der Uhr brauchten die Niners jetzt einen erfolgreichen Dreipunktewurf, um sich in eine Verlängerung zu retten. Wieder was es Massenat, der die Verantwortung übernahm - sein Wurf aus der Distanz knallte aber auf den Ring.

Und so endete ein Spiel, das für die 3300 Zuschauer über die gesamten 40 Minuten hochintensiv und unterhaltsam war, mit der zweiten Heimniederlage in Folge nach dem 72:86 zuletzt gegen Bayreuth. Beide Teams schenkten sich nichts, nach einem starken Beginn für die Niners (24:16 nach dem ersten Viertel) kamen die Ulmer zurück und gingen mit 25:24 selbst in Front. Danach wechselte die Führung oft, es blieb immer eng und spannend. Im dritten Viertel drehte vor allem der Kroate Ivan Karacic aufseiten der Niners auf. Er holte Rebounds, machte Punkte, machte die Fans mit starken Aktionen laut. Eigentlich war der 25-Jährige nur als Ergänzungsspieler geholt worden, doch mit starken Leistungen spielte er sich in die Zehner-Rotation der Chemnitzer.

"Ich mag es, wenn es eng und spannend ist", sagte Karacic nach dem Spiel. "Wir haben heute gegen eine extrem starke Mannschaft aus Ulm gespielt und ein sehr gutes Spiel gemacht. Am Ende verlieren wir es unter anderem, weil einer unserer Spieler ausrutscht. Das ist natürlich bitter, wirft uns aber nicht um." Ähnlich sah es sein Trainer Rodrigo Pastore. Der Argentinier lobte, dass seine Mannschaft sehr gut ins Spiel gekommen war und dabei die Schlüsselspieler der Ulmer im Griff hatte. Nur Semaj Christon, der starke 21 Punkte für Ulm machte, bekamen die Chemnitzer nie wirklich in den Griff. "Wir werden aus dieser Niederlage lernen und uns für die nächsten Spiele verbessern", sagte Pastore.

Schon vor drei Wochen, als sich die Niners und Ulm im Pokal gegenübergestanden hatten, gab es für die Fans in der Messe ein Spektakel zu sehen. Damals hatten die Chemnitzer mit 87:85 das bessere Ende für sich. Der Lohn dafür war der Einzug ins Viertelfinale des BBL-Pokals, in dem die Niners am 14. November auf den FC Bayern München treffen. Spektakel wird es dann ganz sicher wieder geben. Der Kartenvorverkauf ist gestartet und sehr gut angelaufen. Bis es soweit ist, haben die Chemnitzer aber noch zwei Auswärtsspiele in der Liga vor sich. Am kommenden Samstag spielen sie in Bonn, am Freitag darauf in Ludwigsburg. Damit geht es erneut gegen zwei Spitzenmannschaften der BBL.

StatistikNiners Chemnitz: Mike (16), Atkins (10), Richter (10), Robinson (10), Weidemann (9), Susinskas (8), Karacic (6), Wimberg (6), Massenat (3), Ziegenhagen.

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