Prominenz und Ehrungen: So lief die erste Sportlergala in Limbach

Limbach-Oberfrohna hat zum ersten Mal seine besten Athleten ausgezeichnet. Zudem wurde ein Sonderpreis vergeben.

Der schnellste Mann Deutschlands auf zwei Kufen, ein Skiadler und ein prominenter Fernseh-Moderator: Nico Ihle, Richard Freitag und René Kindermann sorgten in der Stadthalle von Limbach-Oberfrohna für eine besondere Atmosphäre. Dort wurde am Samstagabend Premiere gefeiert: Die große Kreisstadt hat zum ersten Mal ihre Sportler ausgezeichnet. "Wir wollen mit dieser Ehrung mithelfen, den Vereinssport zu erhalten und auszubauen sowie die bisherigen Leistungen der Sportler anzuerkennen und in einem großen Rahmen zu würdigen", sagte Oberbürgermeister Jesko Vogel. In der Stadt gibt es nahezu 3500 Athleten in 45 Vereinen. Einige davon durften am Samstag auf die Bühne.

Sportlerin des Jahres: Die Auszeichnung erhielt Clara Helene Stein vom Taekwondo-Verein Limbach-Oberfrohna. Im vergangenen Jahr wurde die 16-Jährige Erste der Bundesrangliste in ihrer Alters- und Gewichtsklasse. Ferner gewann sie bei den deutschen Meisterschaften die Bronzemedaille. Im Alter von fünf Jahren hat sie mit dem Kampfsport angefangen. Von Verletzungen sei sie bisher weitestgehend verschont geblieben. "Ich hatte lediglich einmal Nasenbluten und ein dickes Schienbein", sagte die Ausgezeichnete.

Sportler des Jahres: Er ist in der Laufszene beziehungsweise im Duathlon seit Jahren eine feste Größe - Heinz Bauer vom Laufverein Limbach 2000. Im Vorjahr holte er sich in seiner Altersklasse den deutschen Meistertitel im Cross-Duathlon - 7 Kilometer Laufen, 24 Kilometer Radfahren und nochmals 3,5 Kilometer Laufen. Zudem wurde er Dritter bei der Duathlon-Europameisterschaft. Der 73-Jährige konnte am Samstag nicht bei der Sportlergala anwesend sein, da er sich im Trainingslager auf Mallorca befindet. Dort bereitet er sich auf die diesjährige Duathlon-EM vor.

Mannschaft des Jahres: Dieser Preis ging an die weibliche C-Jugend der Handballspielgemeinschaft BSV Limbach-Oberfrohna/HV Chemnitz. 2016 wurde diese Zweite bei der Landesmeisterschaft und holte sich den Bezirkspokal. Zudem belegte sie den vierten Platz beim internationalen Quirinius-Cup, dem größten Nachwuchsturnier Deutschlands. "Ein Großteil der Mannschaft spielt seit Jahren zusammen. Schon im Mini-Bereich wurde das Team Kreismeister", sagte BSV-Präsident Stephan Vogel, der die Laudatio hielt. Ein Beweis für die gute Entwicklung der Mannschaft: Drei Spielerinnen gehören zur Landesauswahl.

Sonderpreis: Sie wird als die gute Seele im Verein bezeichnet - Renate Vogel vom SV Wolkenburg-Kaufungen. Sie konnte krankheitsbedingt nicht an der Sportlergala teilnehmen. Vogel leitet seit 22 Jahren die Frauengymnastikgruppe. "Renate bringt viel Engagement ein und motiviert jede Sportlerin", betonte Ute Zeißig vom SV Wolkenburg. Ferner habe die Übungsleiterin stets neue Trainingsprogramme parat, die für Abwechslung und Spaß sorgen, so Zeißig.

Nachwuchssportlerin des Jahres: Den Preis hat die Bürgerstiftung der Stadt vergeben. Ihn bekommen Athleten, die aus Limbach-Oberfrohna stammen, aber woanders trainieren. Das trifft auf Emelie Vogelsang zu. Die 13-jährige Eisschnellläuferin trainiert in Chemnitz. 2016 wurde sie Deutsche und Landesmeisterin. Ferner belegte sie einen zweiten Platz beim Viking Race im holländischen Heerenveen - einem Wettbewerb, der einer EM gleicht. "Ich habe mit Eiskunstlaufen angefangen. Durch meinen Bruder bin ich zum Eisschnelllauf gekommen", sagte die Athletin vom Eisschnelllauf-Club Chemnitz.

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