Rabenstein verliert Premierenspiel

Die Handwerk-Elf musste sich in ihrer ersten Landesligapartie dem FC Lößnitz mit 0:1 geschlagen geben. Die Gründe waren schnell ausgemacht.

So richtig klar war die Gefühlslage bei Handwerk Rabenstein am gestrigen Sonntagnachmittag nicht. In ihrer ersten Partie in der Landesliga überhaupt boten die Chemnitzer dem favorisierten Kontrahenten FC Lößnitz einen beherzten Kampf - der ihnen allerdings keine Punkte einbrachte: 0:1 (0:1) hieß es am Ende der Partie. "Wir sind schon enttäuscht, weil wir gern einen Punkt mitgenommen hätten", meinte Kapitän Sebastian Kisser. Sein Trainer André Stöhr ergänzte: "Wir haben gesehen, dass wir mithalten können, aber auch, was uns in dieser Liga erwartet."

Am Sonntag erwartete den Aufsteiger ein Gegner, der mit Ballsicherheit, sicherem Spielaufbau und schnellem Angriffsspiel die erste Halbzeit dominierte. "Wir haben dagegen zu viele einfache Fehler gemacht ", räumte Kapitän Kisser ein. Einen dieser Fehler bestrafte der Lößnitzer Cedric Graf in der 28. Minute mit dem Tor zum 0:1 - dem einzigen Treffer an diesem Tag.

Die Gastgeber mühten sich zwar, nennenswerte Chancen ergaben sich bis zur Halbzeitpause aber nicht. "Unsere Taktik sah vor, wenig Chancen zuzulassen. Das hat ganz gut funktioniert. Nach vorn waren wir aber in den ersten 45 Minuten etwas zu mutlos", sagte Trainer Stöhr.

Nach dem Seitenwechsel kam sein Team etwas besser in die Partie, weil es den Gegner intensiver attackierte und so Fehler provozierte. Bis auf eine Zufallschance (79.) nach einem langen Freistoß konnten sich die Rabensteiner aber keine Torgelegenheiten erspielen. Auf der Gegenseite hätten die Erzgebirger bei einem Konter die Führung ausbauen müssen, trafen aber nur die Latte (80.). So blieb es beim knappen aber verdienten Sieg.

Den führte der Rabensteiner Coach auch auf die Stärke der einzelnen Spieler zurück. "Lößnitz war individuell besser besetzt. Bei uns kam es deswegen auf die Mentalität an." Während beispielsweise der Lößnitzer Marcel Trehkopf 50 Regional- und mehr als 200 Oberligabegegnungen bestritten hat, sind nahezu alle Kicker des Gastgebers bisher nur in Spielklassen unterhalb der Landesliga aufgelaufen. Selbst Kapitän Kisser, der seine 26. Saison für Handwerk Rabenstein begonnen hat, stand bis Sonntag noch nie in der Landesliga auf dem Platz. Angst vor den kommenden Partien habe er deswegen nicht, so Stöhr. "Wir wollen Schritt für Schritt in dieser Liga ankommen, zerbrechen aber nicht, wenn wir Spiele verlieren."

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