Rabensteiner gehen trotz starken Auftritts gegen Pirna leer aus

Der Landesliga-Aufsteiger hat sein Heimspiel mit 1:3 verloren. Die Niederlage war unnötig, denn vor allem in der ersten Hälfte zeigten die Chemnitzer, dass sie in der Landesliga gut mithalten können.

Die launigen und stets mit einem Hauch Ironie versehenen Ansagen des Stadionsprechers von Handwerk Rabenstein sind allein das Eintrittsgeld für den schmucken Sportpark wert. Am gestrigen Sonntagnachmittag meinte er es aber bierernst, als er sowohl Handwerk als auch den Gästen vom VfL Pirna-Copitz zur Halbzeitpause ein gutes Spiel attestierte - und er hatte Recht damit. Viele gute Spielzüge, rassige Zweikämpfe, schöne Tore - mit einem 1:1 ging es in die Halbzeitpause, wobei die Rabensteiner mit diesem Zwischenstand nicht wirklich zufrieden sein konnten. Denn bis kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten sie verdient mit 1:0 geführt.

Den Treffer für die Gastgeber markierte vor mehr als 100 Zuschauern Maximilian Scherres. Weitere gute Chancen ließen die Rabensteiner aber liegen, sodass die Gäste doch noch zum Ausgleich kamen. Nach dem Seitenwechsel blieb dann ein junger Spieler der Gastgeber in der Kabine, der zuletzt starke Leistungen gezeigt hatte: Jim Fischer. Der 19-Jährige beackerte auch gegen Pirna die rechte Mittelfeldseite, sein Spiel war es diesmal aber nicht wirklich. Und so ließ ihn Trainer André Stöhr in den zweiten 45 Minuten draußen, was den jungen Spieler aber nicht umhauen wird. "Nein, ich bin ja gerade erst von den Junioren in den Männerbereich aufgerückt - da bin ich sehr stolz darauf, dass ich mich schon in die Stammmannschaft einer Landesligatruppe spielen konnte", sagt Jim Fischer.

Er stammt aus Obergräfenhain im Norden des Landkreises Mittelsachsen und hat beim BSV Langenleuba-Oberhain erstmals die Fußballschuhe geschnürt. In der D-Jugend wechselte er zum CFC. "Dort habe ich mich mal ausprobiert, bin aber dann zu Lok Chemnitz gewechselt, wo ich bis zur B-Jugend gespielt habe", erzählt Jim Fischer, der in seinen zwei letzten Junioren-Jahren noch einmal eine neue Herausforderung suchte und zum Bornaer SV in die Landesliga wechselte.

Und jetzt also Handwerk Rabenstein. "Mein ehemaliger Trainer in Chemnitz spielt hier bei den Alten Herren, so kam der Kontakt zustande", sagt der junge Mittelfeldspieler, der sich bei seinem neuen Verein sofort wohlgefühlt hat. "Die Entscheidung für den Wechsel war goldrichtig, wir haben hier eine sehr gute Truppe zusammen", sagt Fischer. Er konnte bisher zwei Saisontore erzielen - beide beim 4:2-Heimsieg gegen Neustadt/Spree vor zwei Wochen, als Handwerk einen 0:2-Pausenrückstand noch aufholen konnte.

Gegen Pirna gelang keine Aufholjagd. Von der Bank aus musste Jim Fischer mitverfolgen, wie sich seine Mannschaft nicht für den großen Aufwand und das starke Spiel belohnen konnte. Nach einer Stunde gerieten die Gastgeber nach einem blitzsauberen Konter der Pirnaer in Rückstand, steckten danach aber nicht auf. Bei vielen guten Chancen fanden die Handwerker aber im Gästekeeper ihren Meister. Kurz vor dem Ende sorgte ein weiterer Konter des VfL dann für die Entscheidung.

"Wenn wir in den kommenden Wochen so auftreten wie in den letzten Spielen, werden wir den Klassenerhalt packen", ist sich Jim Fischer, der aktuell an seinem Wirtschaftsabitur arbeitet, sicher. Bereits am kommenden Samstag kommt dabei ein richtungsweisendes Spiel auf den Aufsteiger zu. Dann gastiert der Drittletzte Handwerk Rabenstein (12 Punkte) beim Vorletzten Stahl Riesa (10 Punkte).

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