Radmarathon: Vorbereitung mit Hindernissen

Wegen Bauarbeiten wird die Tour von Chemnitz zum Fichtelberg länger als geplant. Ein Streckenabschnitt bereitete besonderes Kopfzerbrechen.

Was mit ein paar dutzend Teilnehmern begann, hat sich mittlerweile zum großen Renner im Freizeitsportkalender der Region gemausert: Die Rede ist vom Radmarathon von der Chemnitzer Innenstadt zum Fichtelberg. Das vom Stadtsportbund veranstaltete Ereignis findet am 23. Juni zum achten Mal statt. Dann werden sich wieder 1000 Hobby-Radsportler - mehr sind aus organisatorischen Gründen nicht möglich - auf den beschwerlichen Weg zur höchsten Erhebung Ostdeutschlands machen.

Beschwerlich gestaltet sich diesmal auch die Vorbereitung des Freizeitsportspektakels. "Auf unserem Kurs sind einige heftige Bau- stellen platziert worden", sagt Frank Bihra. Er hatte einst die Idee zum Radmarathon und war siebenmal dessen Organisationschef. In diesem Jahr ist Bihra ins zweite Glied des Org.-Teams gerückt, aber immer noch mittendrin statt nur dabei.

Ein Streckenabschnitt hat den Veranstaltern besonderes Kopf- zerbrechen bereitet: Auf der Straße zwischen Tellerhäuser und Oberwiesenthal ist gegenwärtig kein Durchkommen. Nach Informationen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr wird die S 271 zwischen der Fichtelbergauffahrt und der Ortslage Tellerhäuser bis zum 5. Juli grundlegend saniert. Auf der Gesamtstrecke von annähernd 4,5 Kilometern erhalte die Fahrbahn neuen Asphalt. "Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise unter Vollsperrung", so die Behörde.

Damit war für die Stadtsportbund-Vertreter guter Rat teuer. "Diese Nachricht hat uns überraschend vor knapp zwei Wochen erreicht und vor große Herausforderungen gestellt", sagte Radmarathon-Mitorganisatorin Rica Arnold am Donnerstag. Es folgten unzählige Telefonate, Besichtigungen vor Ort sowie Anträge, ergänzt Arnold. Schließlich habe man mit freund- licher Unterstützung des Sachsenforstes eine Ausweichroute gefunden, die nach dem Ortsausgang Rittersgrün beginnt. Die Strecke ist nach Aussage von Rica Arnold asphaltiert "und führt durch eine schöne Umgebung, in der es kaum Verkehr gibt". Die Gesamtstrecke des achten Radmarathons wird dadurch rund zehn Kilometer länger. Statt wie geplant 88 müssen die Aktiven nun fast 100 Kilometer zurücklegen. Eine Hürde ist allerdings noch zu überspringen. "Die Verkehrsbehörde Chemnitz und die zu durchfahrenden Gemeinden müssen noch die abschließende Streckengenehmigung erteilen", berichtete die Mitorganisatorin.

Warteliste Die maximale Anzahl der Teilnehmer am Radmarathon ist zwar längst erreicht, aber es gibt noch die Möglichkeit, sich auf eine Warteliste setzen zu lassen. Nach Information des Stadtsportbundes sind zurzeit reichlich 20 Plätze wieder frei geworden und zur Nachmeldung offen. Interessierte können dazu eine Mail mit dem Betreff "Warteliste" an info@fichtelberg-radmarathon.de mit Angabe der Kontaktdaten senden.

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