Sieg im Kellerduell: Erste Punkte für den Chemnitzer Nachwuchs

Die B-Junioren des CFC gewannen ihr Heimspiel gegen Borgfeld mit 1:0. Dies lag nicht zuletzt an der Rückkehr eines Schlüsselspielers.

Es dauerte vier Spiele, bis der Knoten platzte: Die B-Junioren des Chemnitzer FC haben am Samstag in ihrem Heimspiel gegen den SC Borgfeld die ersten Punkte seit dem Aufstieg in die Bundesliga eingetütet. Gegen den Bremer Stadtteilklub gewann der Nachwuchs der Himmelblauen mit 1:0 (0:0). Im Duell der beiden Aufsteiger, die vor dem Spiel auf dem letzten und vorletzten Platz der Tabelle standen, behielten die Chemnitzer durch ein Tor von Simon Noah Roscher die Oberhand und schoben sich damit auf den zwölften Tabellenrang.

Bei CFC-Trainer Torsten Wappler dominierte nach dem Spiel vor allem die Erleichterung über den ersten Saisonsieg. "Vor dem Spiel war eine große Verunsicherung da, und wenn man dann so viele Chancen vergibt wie wir in der ersten Halbzeit, kommt man natürlich ins Grübeln", sagte der Coach, der sein Team in einem offensiven 3-4-3-System ins Rennen geschickt hatte. Tatsächlich kamen die Chemnitzer im ersten Durchgang mehrmals gefährlich vors Tor, vor allem nach Standardsituationen. Doch die wiederkehrenden Unsicherheiten des Borgfelder Torwarts konnten noch nicht zum eigenen Vorteil genutzt werden.

In der 59. Minute landete eine der zahlreichen Chemnitzer Torchancen dann doch im gegnerischen Netz. Bei einem Angriff über links drang Franz Josef Pawletta in den Strafraum ein, spielte dort noch einen gegnerischen Verteidiger aus und zielte anschließend aufs Tor. Der Borgfelder Torwart ließ den Schuss nach vorne abprallen, wo Simon Noah Roscher auf seine Chance lauerte und den Abstauber problemlos verwandelte. In der 65. Minute vergaben die Gäste noch eine Chance ihrerseits, ansonsten ließen die Himmelblauen in der Schlussphase keine weiteren Gelegenheiten der Borgfelder zu.

"Das war das Erfolgserlebnis, das wir gebraucht haben", stellte Trainer Wappler klar. Hauptmanko der Mannschaft seien die vergebenen Torchancen gewesen - will man gegen die schon länger in der Bundesliga etablierten Teams eine Chance haben, müssten diese entschlossener genutzt werden. Hochzufrieden war er hingegen mit der Defensive - die erstmals in dieser Saison von Marcel Dvorak angeführt wurde. "Kaum ist der Kapitän wieder dabei, läuft es", sagte Torsten Wappler nach dem Spiel gut gelaunt zu seinem Spielführer. Der 16-jährige Dvorak hatte die ersten drei Saisonspiele wegen einer Blockierung am Wadenbeinköpfchen verpasst. Er sei motiviert, aber auch ein wenig angespannt ins Spiel gegangen, sagte der Kapitän nach seinem Bundesliga-Debüt. Spätestens als er den Rasen betrat habe er aber nicht mehr an seine Verletzung gedacht.

Für Dvorak sei die Zweikampfstärke seines Teams der Schlüssel zum Sieg gewesen. Die müsse man in die kommenden Partien ebenfalls unter Beweis stellen. Dass er als Verteidiger vom hinteren Spieldrittel aus zusehen musste, wie vorne reihenweise Chancen vergeben wurden, habe Dvorak nicht nervös gemacht. "Ich glaube an die Männer, die wir vorne drin stehen haben. Im Training verwandeln sie die Dinger schließlich auch."

Nach dem Aufstieg in der Vorsaison hofft Dvorak, dass er und seine Mitspieler weiter als Team zusammenwachsen. Das angepeilte Ziel ist der Klassenerhalt - auch wenn er sich bewusst ist, dass das als Aufsteiger keine leichte Aufgabe ist. Man wolle nicht nur gegen Konkurrenten im Abstiegskampf wie Borgfeld gut aussehen, sondern auch einigeder Großen ärgern. Die nächste Gelegenheit bietet sich am kommenden Sonntag, wenn die CFC-Junioren beim Hamburger SV antreten.

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