Sportforum: Hoffen auf Fördergeld vom Bund

Jury entscheidet über Vergabe - Ergebnis im nächsten Monat erwartet

Von Mario Schmidt

Für ihr Vorhaben, das zur Ruine verkommene Hauptstadion im Sportforum für knapp neun Millionen Euro zu einer Leichtathletik-Arena mit etwa 5000 Besucherplätzen umzubauen, ist die Stadt schon mehrfach mit Fördermittelanträgen gescheitert. Jetzt bietet sich eine neue und zugleich letzte Chance, Zuschüsse vom Bund zu erhalten: Chemnitz hat sich um die Aufnahme in ein kurzfristig aufgelegtes Förderprogramm mit der Bezeichnung "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" beworben. Wie eine Stadtsprecherin auf Anfrage mitteilte, wird eine Jury ab dem 21. September über die Vergabe der Gelder entscheiden. Dem Gremium gehören Mitglieder des Bundestages sowie Fachleute aus den Bereichen Stadt- und Landschaftsplanung sowie Städtebau an. "Eine Information zur Jury-Entscheidung erwarten wir im Oktober", ergänzte die Stadt- sprecherin. Sollte Chemnitz in das Programm aufgenommen werden, müsste die Kommune nur reichlich die Hälfte der Kosten für den Umbau des Hauptstadions tragen.

Die erneute Bewerbung um Fördergelder führt nicht zu einer Verzögerung des Vorhabens, hieß es zudem aus der Pressestelle des Rathauses. Es bleibe dabei, dass die Arbeiten im Mai 2019 beginnen und im Dezember 2020 abgeschlossen sein sollen. Auch am bestehenden Konzept, das die Sanierung des Marathonturms einschließt, wolle man keine Abstriche machen. Auf die Frage, ob die Rekonstruktion des Hauptstadions wie viele andere Baumaßnahmen deutlich teurer zu werden droht, antwortete die Pressestelle im schönsten Amtsdeutsch: "Um einer Kostensteigerung in der Realisierung entgegenzuwirken, werden derzeit Optimierungsmöglichkeiten eruiert."

Im Rahmen des neuen Förder- programms "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" des Bundes bemüht sich die Chem- nitzer Stadtverwaltung nicht nur um Gelder für das Sportforum, sondern auch für den Neubau der 400-Meter-Eisschnelllaufbahn im Eisstadion am Küchwald. Erhält die Stadt Unterstützung für eine oder sogar beide Maßnahmen, stünden die dann eingesparten Mittel für andere Projekte zur Verfügung.

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