Torhüter bringt Gegner zum Verzweifeln

Im Eishockey-Regionalligaspiel gegen Dresden hatte Kevin Kopp großen Anteil am Sieg der Chemnitz Crashers. Trotzdem wurde er ausgewechselt.

In der Küchwaldhalle hat Kevin Kopp, Torhüter von Eishockey- Regionalligist Chemnitz Crashers, im Spiel gegen den ESC Dresden einen scharfen Schuss aufs Tor bekommen. Der 19-Jährige wehrte den Puck mit einer Glanzparade ab. Das war nicht seine einzige Großtat. Kopp brachte die Spieler aus der Elbestadt zum Verzweifeln. Der Schlussmann hatte großen Anteil am 5:2 (1:0, 2:1, 2:1)-Heimsieg seines Teams am Samstag vor knapp 500 Zuschauern. Im vierten Saisonspiel fuhren die Gastgeber den dritten Erfolg ein und liegen auf Platz zwei der Tabelle. "Der Sieg geht vollauf in Ordnung. Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft", meinte Kopp. Die Tore für Chemnitz erzielten Tobias Rentzsch, Kenneth Hirsch, Jacob Lohse, David Rotärmel und Jiri Charousek.

Ungewollt spannend machten es die Cracks aus dem Küchwald kurz nach Beginn des letzten Drittels. Da kamen die Dresdner, die nur mit zwei Reihen angereist waren, plötzlich auf ein Tor heran. "In dieser Phase haben wir etwas unkonzentriert gespielt", sagte Torhüter Kopp. Zu dieser Zeit war der 19-Jährige trotz starker Leistung aber nicht mehr auf dem Eis. Nach 30 Minuten wurde er durch Nils Langer ersetzt. "Das war vor Beginn so ausgemacht. Es geht darum, dass Nils und ich Spielpraxis bekommen", erklärte Kopp. Der 19-Jährige hätte sich gegen Dresden noch mehr Arbeit gewünscht. "Ich bin ein paar Mal vom Tor an die Bande gelaufen, um mich warm zu halten. Es ist immer besser, wenn man viel zu tun hat auf dem Eis. Wichtig ist aber vor allem, den Fokus auf das Spiel nicht zu verlieren", hob der talentierte Schlussmann hervor.

Den Crashers traut er einiges zu. "Es sind viele junge Leute, die sich in jeder Partie beweisen. Auch die zwei Kontingentstellen sind mit den Tschechen Jiri Charousek und Karel Novotny, der gegen Dresden sein erstes Punktspiel für uns bestritten hat, gut besetzt", begründete der Torhüter. Deshalb sollten die Playoffs das Ziel sein. Der 19-Jährige will mit seinen Leistungen dazu beitragen. "Wichtig ist vor allem, dass ich Woche für Woche eine konstante Form nachweisen kann", fügte der junge Keeper hinzu.

Schon im Alter von 16 Jahren hat Kevin Kopp im Tor der Chemnitzer Männermannschaft gestanden. "Das ist schon ein gewaltiger Unterschied im Vergleich zum Nachwuchs. Es wird viel schneller gespielt", erklärte der gebürtige Rodewischer. Darüber hinaus seien die Schüsse im Männerbereich platzierter. Kopp könnte sogar noch in der U-20-Mannschaft zum Einsatz kommen. "Seit gut fünf Jahren spiele ich in Chemnitz - und es macht mir sehr viel Spaß", hob der Crashers-Keeper hervor. Begonnen mit dem Eishockeyspielen hat der Vogtländer in Schönheide. "Bereits mit vier Jahren stand ich zum ersten Mal auf dem Eis", erinnert er sich. Neben dem Eishockey macht Kopp derzeit in Chemnitz das Fachabitur für Technik.

Am kommenden Samstag haben die Crashers erneut Heimvorteil, treffen auf die Berlin Blues. Für Kopp eine weitere Bewährungsprobe, um sein Talent unter Beweis zu stellen. Crashers-Vorstand Torsten Buschmann zweifelt nicht daran, dass ihm dies gelingen wird. Kopp zählt zu den Top-Torhütern der Regionalliga, ist Buschmann überzeugt.

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