Triathleten sind bereit für die Hitzeschlacht im Paradies

Alexander Kunze aus Limbach und Robin Schneider aus Chemnitz starten am heutigen Samstag beim Ironman auf Hawaii. Trotz einiger Strapazen gehen beide gut gelaunt in den härtesten Wettkampf der Welt.

Wenn es sich ihre Freunde und Kollegen in der Heimat vor dem Fernseher gemütlich machen oder auf dem Sprung zu einer Party sind, beginnt für diese zwei Männer die Tortur: Heute ab 7 Uhr Ortszeit, 19 Uhr in Deutschland, werden Alexander Kunze und Robin Schneider 3,86 Kilometer durch den Pazifischen Ozean schwimmen, 180,2 Kilometer auf dem Rennrad durch die Lavawüste fahren und anschließend einen Marathon über 42,195 Kilometer in der sengenden Hitze laufen. Die beiden Triathleten aus Limbach-Oberfrohna und Chemnitz gehören zu den mehr als 2000 Teilnehmern beim diesjährigen Ironman auf Hawaii, dem härtesten Ausdauerrennen der Welt.

Seit einer Woche sind die beiden Sportler auf der Pazifikinsel, wo sie sich auf das heutige Rennen vorbereiten. Für Alexander Kunze ist das Prozedere schon fast Routine, der 46-Jährige startet zum vierten Mal beim Ironman. "Ich habe mich gemeinsam mit meiner Familie gut akklimatisiert, konnte schon einige Trainingseinheiten absolvieren", berichtet der Sportler, der für den STV Limbach-Oberfrohna startet. "Bis auf einen Platten beim Radtraining ist alles gut verlaufen." Die kleinen und spitzen Lava-Steinchen auf dem Highway hätten ihm die Luft vom Reifen genommen, erzählt der Triathlon-Haudegen. "Deshalb musste ich meine Trainingsrunde, die ich am Morgen geplant hatte, auf den Mittag verschieben. Da habe ich wieder gemerkt, was uns im Rennen erwartet. Es wird richtig heiß."

Die Vorbereitung auf den Höhepunkt der Triathlon-Saison hat Kunze teilweise gemeinsam mit Robin Schneider absolviert. Der 28-Jährige ist erst vor einem Jahr aus Gera nach Chemnitz gezogen, will sich demnächst der SG Adelsberg anschließen. Mit dem Sieg in seiner Altersklasse bei einem Ironman-Wettbewerb im kalifornischen Santa Rosa in diesem Frühjahr schaffte er die lang ersehnte Qualifikation für den Wettkampf auf Hawaii. "Da es meine Premiere hier ist, war ich besonders in den ersten Tagen nach unserer Ankunft noch sehr aufgeregt", berichtet der Ausdauersportler. "Bei meinen ersten Trainingseinheiten bin ich regelrecht gegen eine Wand gefahren. Das Klima hier ist echt der Hammer." Mittlerweile habe er sich aber an die Bedingungen gewöhnt. "Ich freue mich auf den Wettkampf, es kann losgehen", sagte er am Freitagabend - hawaiianischer Zeit - am Telefon.

Zuvor hatte er sich noch einmal mit Alexander Kunze getroffen, als beide die Eröffnungsveranstaltung des Ironman besucht haben. Untergebracht sind die zwei Sachsen in unterschiedlichen Häusern, die sie für sich und ihre Begleiter gebucht haben. Während sich der Anhang bei Alexander Kunze auf Frau und Kind beschränkt, hat Robin Schneider gleich sieben Fans mitgebracht. "Meine Freundin, meine Eltern und ein paar sehr gute Freunde sind dabei. Das hilft mir unglaublich", sagt der junge Sportler, der nach dem Wettkampf noch in den Urlaub fährt. Alexander Kunze hat das Gleiche vor. Doch erst einmal warten Strömungen im Meer, heiße Winde und Hitze auf die Männer. "Wir melden uns, wie es gelaufen ist", versprechen sie noch. "Aber bitte nicht gleich nach dem Rennen. Da werden wir uns kaum bewegen können."

Übertragung Die Ironman-WM wird vom ZDF im Livestream (ab 18.30 Uhr) und in der Sendung "Sport extra" ab 0 Uhr zu sehen sein. Auf der Seite des Veranstalters werden die Zwischenzeiten aller Athleten gezeigt. www.ironman.com

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