Trotz Niederlage: Lob für Rapid-Elf

Bei der Heimpleite gegen Großenhain wurden die Schwachstellen des Fußball-Landesligisten deutlich. Für eine Problemzone zeichnet sich eine Lösung ab.

Statistisch gesehen ist das Glas bei Rapid Chemnitz genau bis zur Hälfte gefüllt. Nach dem überraschenden 2:0-Auftaktsieg in Markkleeberg kassierte der Fußball-Landesligist am Sonntag eine Heimniederlage in gleicher Höhe gegen Großenhain. Das bedeutet Platz neun, fast genau die Mitte der Tabelle.

Ist das Glas beim nach dem Chemnitzer FC erfolgreichsten Fußball-Verein der Stadt nun aber halbleer oder halbvoll? "Halbvoll", sagte Rapid-Trainer Thomas Schreyer nach dem Spiel gegen Großenhain. Seine Mannschaft habe gleich auf sechs Stammkräfte verzichten müssen, darunter Kapitän Markus Vettermann und Steve Grube. "Viele der Spieler, die gegen Großenhain aufgelaufen sind, sind sehr jung und haben kaum Landesliga-Erfahrung." Dafür hätten sie gut mitgehalten, so Schreyer.

Zu den Neuen gehört Alexander Hofmann. Er hat bis zur B-Jugend beim Chemnitzer FC gespielt und war danach beim VfB Fortuna aktiv, zuletzt in der Landesklasse. "In der Landesliga läuft alles etwas schneller und die Spieler sind technisch versierter", schätzte er ein. Mut habe ihm die Phase zwischen 20. Spielminute und Halbzeitpause gemacht, sagt Hofmann. "Da waren wir meiner Meinung nach überlegen." Zu diesem Zeitpunkt lagen die Chemnitzer allerdings schon 0:1 zurück.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Probleme der Kappler deutlich. In der Defensive fehlt die ruhige, ordnende Hand eines Jiri Jedinak, der seine Karriere beendet hat. Und in der Offensive vermochten es die Kappler in der zweiten Halbzeit nicht, eine Chance zu kreieren. "Wir haben zu wenig über die Außenbahnen agiert und kaum Flankenbälle geschlagen", bilanzierte Schreyer. Und bei den wenigen Bällen, die in den Strafraum des Gegners flogen, wurde der nach Auerbach abgewanderte Top-Torjäger Florian Mielke vermisst. Pluspunkt für Kappel: Kämpferisch überzeugte das Team.

Zwei Dinge machen Schreyer indes Hoffnung. Das eine ist die Rückkehr der Leistungsträger, die vermutlich im nächsten Liga-Spiel Ende nächster Woche zur Verfügung stehen werden. Das andere ist ein Neuzugang. Ex-Spieler Jedinak hat seinen tschechischen Landsmann David Schettel nach Chemnitz vermittelt. Der 18-Jährige kommt aus Most und ist mit 1,90 Meter ähnlich groß wie der letztjährige Torjäger Mielke. "Mit ihm werden wir flexibler, können auch mal mit zwei Spitzen spielen."

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