Vom Oberliga-Meister in die Dritte Liga

Die Handballerinnen des HV Chemnitz haben die erste neue Spielerin für die nächste Saison. Ihr Name ist nicht unbekannt.

Bis zum Frühjahr spielte Caroline Rosiak noch im Dress des HC Burgenland in der Mitteldeutschen Oberliga. Die Linksaußen-Spielerin wechselt jetzt zu Drittligist HV Chemnitz und ist dort der erste Neuzugang.
RobertFlämmich - Neuer TrainerHV Chemnitz

Von Thomas Reibetanz

Wann und wo genau sie starten, steht noch nicht fest, die Sachsenhalle ist aufgrund der Ferien nämlich noch gesperrt. Fakt ist aber: Diese Woche werden die Handball-Frauen des HV Chemnitz in die heiße Phase der Saisonvorbereitung starten - und dabei sehen sie erstmals auch den Ball. "Bisher haben die Mädels an der Kondition gefeilt, jetzt beginnt das technisch-taktische Training", sagt Vereinschef Mario Schmidt.

Für die gestandenen Spielerinnen des HVC wird es dabei eine neue Situation geben. Denn die Einheiten werden nicht mehr von Thomas Sandner geleitet. Nach 14 Jahren an der Seitenlinie und einer kraftraubenden letzten Spielzeit als Neuling in der 3. Bundesliga mit dem Klassenerhalt in letzter Sekunde hat Sandner Ende Juni seinen Platz freiwillig geräumt. Nachfolger ist der 38-jährige Robert Flämmich, der in Liga 3 bereits die Teams aus Marienberg und Markranstädt betreute.

Er wird zum Großteil mit dem Kader des vergangenen Jahres arbeiten, punktuell soll dieser noch verstärkt werden. "Wir schauen uns derzeit noch um, haben die ein oder andere Spielerin auf dem Zettel", sagt Flämmich. Eine, hinter deren Namen der Trainer ein Häkchen machen kann, ist Caroline Rosiak. Die 29-Jährige kommt als erster Neuzugang vom HC Burgenland und hat für den Wechsel sehr lange Anlauf genommen, wie sie erzählt. "Ich hatte in den vergangenen Jahren schon ein paar Mal vor, nach Chemnitz zu wechseln, irgendwie hat das aber nie geklappt", sagt die Linksaußen-Spielerin, die in Leipzig wohnt. In ihrer neuen Mannschaft muss sie sich nur an ein paar neue Gesichter gewöhnen, denn viele Spielerinnen kennt sie bereits privat. "Ich bin mit der HV-Spielerin Kathrin Lucka gut befreundet, wir kennen uns noch aus gemeinsamen Zeiten in Halle", sagt Rosiak. "Bei so mancher privater Fete waren dann auch viele Chemnitzerinnen dabei, so kam der Kontakt zustande."

Im vergangenen Jahr stand die sprintstarke Rechtshänderin in allen 22 Spielen des HC Burgenland in der Mitteldeutschen Oberliga auf der Platte, hatte mit 31 Toren großen Anteil daran, dass ihre Mannschaft die Meisterschaft feiern konnte. In Chemnitz will sie nun versuchen, dass ihr neues Team so schnell wie möglich nichts mit dem Abstiegskampf zu tun hat. Die Grundlage dafür wurde in den vergangenen Wochen vor allem im Chemnitzer Stadtpark gelegt, wo die Damen bei Ausdauerläufen schwitzten.

Bevor am 15. September die neue Saison mit einem Auswärtsspiel beim Thüringer HC II beginnt, steht für den HV Chemnitz unter anderem ein Vorbereitungsturnier am 19. August in der Sachsenhalle gegen die Teams aus Bayreuth, Regensburg, Markranstädt und Görlitz an. So mancher langjährige Fan könnte sich dann fragen, woher ihm nur der Name Rosiak geläufig ist. Die Antwort: Carolines Schwester Anja spielte in der Saison 2013/2014 für Chemnitz.

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