Wie die HVC-Damen den ersten Sieg seit Monaten errangen

Die Drittliga-Handballerinnen haben einen wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt erkämpft. Das gelang dank bestimmter Maßnahmen.

Der Spielplan der 3. Handball-Liga wollte es so. Die Frauen des HV Chemnitz hatten vor dem Heimspiel gegen die Turnerschaft (TS) Herzogenaurach drei Wochen Zeit, um sich vorzubereiten. Und diese punktspielfreie Phase nutzte Trainer Thomas Sandner intensiv, um seine Spielerinnen auf Kurs zu bringen. Denn der bis dahin letzte Sieg datierte vom 16. Dezember 2018, als der HVC zu Hause das Kellerduell gegen die HSG Weiterstadt gewann.

Sandner setzte jedoch keine teambildenden Maßnahmen an und ließ seine Damen deshalb auch nicht über glühende Kohlen laufen. Vielmehr feilte er in der Sporthalle mit seiner Truppe an den taktischen Grundlagen, organisierte sogar ein Kurz-Trainingslager und probierte im Test gegen die HSG Riesa/Oschatz aus der Mitteldeutschen Oberliga ein paar taktische Varianten aus.

Und diese Arbeit trug nun Früchte: Seine Mannschaft gewann vor 215 Zuschauern in der Sachsenhalle gegen die TS Herzogenaurach mit 25:18 (12:7). Es war der vierte Saisonsieg für den HVC, der zunächst aber weiter auf dem vorletzten Platz des Klassements liegt.

Sandner hatte sich mittels Videoanalyse intensiv mit dem Gegner beschäftigt und seiner Mannschaft entsprechende Szenen immer wieder gezeigt. "Wir wussten, dass Herzogenaurach vor allem durch schnelles Konterspiel zum Torerfolg kommt. Im Hinspiel haben wir auf diese Weise zwölf Treffer kassiert. Das wollten wir unterbinden. ", sagte Sandner. Seine Schützlinge hielten sich an das vorher ausgearbeitete Konzept, gingen hellwach zur Sache und machten den Fränkinnen das Leben schwer. "Ich freue mich, dass die taktische Marschroute umgesetzt wurde", sagte der Coach.

Chemnitz führte nach zwölf Minuten mit 7:2 und baute den Vorsprung bis zur 50. Minute auf 21:11 aus. "Sicherlich sind die zwei Punkte enorm wertvoll. Aber für mich ist auch enorm wichtig, dass eine weitere Entwicklung in unserem Auftritt zu erkennen ist und die Spielerinnen wieder Vertrauen in ihre eigenen Leistungen haben", analysierte der Trainer. Grundsätzlich sei es nicht seine Art, einzelne Akteurinnen hervorzuheben. Doch das, was Torfrau Sabrina König gegen Herzogenaurach zwischen den Pfosten ablieferte, sei eine starke Leistung gewesen. Auch Laura Amtsberg, die über die zweite Mannschaft in den Drittligakader gerückt ist, würde zunehmend Verantwortung übernehmen. Die 22-Jährige erzielte sechs Treffer und avancierte zur erfolgreichsten Schützin des HVC. Sandner weiß den Erfolg auch einzuschätzen. "Ich hänge das Resultat auf keinen Fall zu hoch." Schon am Samstag wartet mit dem Tabellenzweiten Markranstädt ein noch stärkerer Gegner.

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