Wieder Fußball statt Wassergymnastik

Nach langer Verletzungspause hat CFC-Abwehrspieler Kostadin Velkov im Pokal 90 Minuten auf dem Platz gestanden. Nicht nur deshalb ist er guter Dinge.

Bei aller Wertschätzung des Gegners: Das Landespokalspiel beim Oberligisten FC Grimma gehörte nicht zu den schwersten sportlichen Aufgaben des Chemnitzer FC in dieser Saison. Und die Drittliga-Kicker wurden ihrer Favoritenrolle auch gerecht, gewannen 3:1 und stehen im Achtelfinale des Wettbewerbs.

Für einen Profi des CFC war die Partie im Grimmaer "Stadion der Freundschaft" dennoch etwas ganz Besonderes: Kostadin Velkov stand nach monatelanger Verletzungspause erstmals wieder bei einem Pflichtspiel über 90 Minuten auf dem Rasen. "Ich habe mich auf dem Platz sehr gut gefühlt, wenngleich ich die letzten Minuten etwas müde wurde. Aber nach der Regeneration am Sonntag habe ich endgültig gemerkt, dass ich die Belastung gut verkraftet und keinerlei Probleme habe", sagte der Bulgare, der im Sommer 2018 bei den Himmelblauen angeheuert hatte. Laut dem Portal "transfermarkt.de" besitzt er einen Vertrag bis Juni 2020.

In einem Testspiel gegen den VfB Auerbach hatte sich Velkov am 3. Juli einen Riss des Innenmeniskus im rechten Knie zugezogen. Es folgten eine Operation bei einem Spezialisten in Halle sowie eine dreiwöchige Reha im bayrischen Donaustauf. "Dort habe ich die unterschiedlichsten Übungen absolviert, das reichte von Besuchen im Kraftraum bis zur Wasser-Gymnastik", berichtete der 30-Jährige. Danach war es insbesondere CFC-Physio- therapeut Florian Braband, der Velkov behandelte. Dennoch musste der Innenverteidiger länger pausieren als zunächst gedacht. "Das lag auch daran, dass ich vor einigen Jahren an diesem Knie schon einmal verletzt war", sagte Velkov, der im Alter von sieben Jahren in seiner Geburtsstadt Sofia mit dem Fußballspielen begonnen hatte.

Auch wenn er die Behandlungen gut wegsteckte: Die Spiele des CFC nur als Zuschauer verfolgen zu können, sei für ihn eine echte Herausforderung gewesen. "Es ist schlimm, tatenlos zusehen zu müssen. Die schlechten Ergebnisse zu Saisonbeginn haben mir richtig wehgetan", sagte Velkov. Doch jetzt sieht er sich nicht nur persönlich auf Kurs. Auch seine Mannschaft befinde sich nun wieder auf dem richtigen Weg. "Ich denke, dass die Siege im Punktspiel gegen Duisburg und der Erfolg in Grimma positive Zeichen für unsere nächsten Aufgaben sind", so Velkov. Er spricht sehr gut deutsch, obwohl er bis auf ein einjähriges Gastspiel bei den Würzburger Kickers sein Fußballleben vor der Chemnitzer Zeit nur in Bulgarien verbrachte. Immerhin war er als Schüler von 1997 bis 2000 in Deutschland, als sein Vater Anton Velkov in Paderborn spielte.

Die nächste Drittliga-Hürde muss der CFC am kommenden Samstag in Ingolstadt überspringen. Grundsätzlich fühlt sich Kostadin Velkov für diese Aufgabe gerüstet: "Ich gehe die Vorbereitung auf dieses Spiel sehr zuversichtlich an. Ob ich am Ende aber auch berücksichtigt werde, liegt nicht in meiner Hand."

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