23 Vereine beantragen Soforthilfe wegen Corona

89.000 Euro fließen ins Erzgebirge - Anträge sind nach wie vor möglich

Aue/Schwarzenberg.

Insbesondere Vereine, die auf Zuschauereinnahmen angewiesen sind, hat die Corona-Krise bis ins Mark getroffen. "Ich denke etwa an Handballer, Volleyballer und dergleichen. Aber es geht auch um Vereine, die Rehabilitationssport anbieten, der über Krankenkassen bezahlt wird", sagte Steffen Richter während der jüngsten Tagung des Kreissportbunds Erzgebirge in Schwarzenberg.

Richter ist im sächsischen Landessportbund (LSB) der Geschäftsbereichsleiter für Sportentwicklung/ Jugend. "Wir haben sehr schwere Wochen hinter uns", sagte er zu den gut 60 Delegierten aus den erzgebirgischen Vereinen und verwies noch einmal auf die Soforthilfe. "Zehn Millionen Euro wurden bereitgestellt." 500 Clubs stellten einen Antrag, davon wurden 211 bewilligt und in Summe bislang 1,2 Millionen Euro abgerufen. Zuschüsse erhalten Vereine, deren Existenz durch Corona bedroht ist. Im Erzgebirge beantragten 23 Vereine eine Soforthilfe. Siebenmal wurden 1000 Euro gezahlt, weitere siebenmal 2500 Euro, fünfmal 5000 Euro und einmal 10.000 Euro - so flossen 89.000 Euro Soforthilfe des Freistaats bisher in die hiesige Region. "Es können nach wie vor Anträge gestellt werden", so Richter und sprach von "einem verrückten Jahr".

So fiel vieles ins Wasser. Seien es Wettbewerbe oder auch Ehrungen erfolgreicher Sportler. "Und keiner weiß wirklich, wie es weiter geht", mahnte Richter, versprach aber, sich für den Sport auch im Landtag stark zu machen. Dessen Abgeordnete beschließen in Kürze ihren Zwei-Jahres-Haushalt 2021/22. Der LSB hatte - noch vor der Pandemie - drei Millionen Euro mehr an Budget beantragt. "Ganz ehrlich glaube ich aufgrund der aktuellen Lage nicht, dass wir sie bekommen. Aber wir werden dafür kämpfen", so Richter.

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