280 Mountainbiker messen sich in Rennen über Stock und Stein

Die deutschen Meistertitel der Enduro-Radsportler sind auf dem Rabenberg ausgefahren worden. Für den Verein Vogtland-Bike und das Sportparkteam war die Zusammenarbeit eine Premiere.

Breitenbrunn.

Mit der deutschen Meisterschaft der Enduro-Mountainbiker hat der Sportpark Rabenberg am Wochenende einen weiteren Meilenstein gesetzt und sich für noch größere Aufgaben empfohlen. Für Breitenbrunn waren diese nationalen Titelkämpfe eine Premiere. Mit Raphaela Richter (Eckersdorf in Oberfranken), die bei den Frauen ihren dritten Titelgewinn in Folge feierte, und Christian Textor (MTB Siegerland), der sich bei den Männern schon vor zwei Jahren den Titel holte und 2017 Vize-Meister wurde, setzten sich in den Rennen der Elite-Fahrer - das sind jene mit Lizenz - zwei sehr erfahrene Aktive beim Wettkampf im Erzgebirge durch.

"Der Verein Vogtland-Bike hat ja schon zweimal eine deutsche Meisterschaft in Schöneck ausgerichtet. Deshalb bin ich auf den Verein zugegangen", sagt Sven Röber, Geschäftsführer des Sportparks Rabenberg. Erste Kontakte gab's vor zwei Jahren, 2017 begann die intensive Planung. Zwar wird alljährlich die Trail-Trophy auf dem Rabenberg ausgefahren, doch Titelkämpfe sind noch einmal ein anderes Kaliber. "Da gibt es mehr offizielle Dinge, die wir beachten müssen", sagt der Sportpark-Chef. Das gehe bis hin zur Dopingkontrolle, die es bei so einem offiziellen Rennen geben muss. Zudem waren am Wochenende fünf Kommissare des Deutschen Radsportbundes mit dabei. "Sie standen an jeder Stage, also an jeder einzelnen Wertungsprüfung", so Röber.

Insgesamt mussten die 280 Starter, darunter 120 Elite-Fahrer, fünf Stages absolvieren. "Wichtig ist dabei die Abwechslung", sagt Derrick Schönfelder, Vorsitzender von Vogtland-Bike. Die ersten zwei Prüfungen waren durch steinigen Untergrund gekennzeichnet. "Dort zählt nicht unbedingt die Schnelligkeit. Du musst eine möglichst gute Linie finden", so Schönfelder. Die dritte Stage sei hingegen abfahrtslastig gewesen, weiß der Vereinschef: "Dort mussten die Starter kaum treten."

Stage 4 und 5 waren endurotypische Abschnitte, auf denen flüssiges Fahren über Waldboden gefragt war. Insgesamt flossen 8,2 Kilometer in die Wertung ein. Die Zahl der tatsächlich zurückgelegten Kilometer war aber viel größer, denn die sogenannten Transfers zwischen den Stages wurden ebenfalls mit dem Mountainbike zurückgelegt. "Das ist die Herausforderung beim Enduro: Hier wird der komplette Fahrer gefunden", ist Schönfelder sicher.

Teilnehmer Konstantin Mai aus der Nähe von Bautzen kann das nur bestätigen. "Es war ganz schön anstrengend. Man muss sich die Kraft gut einteilen", so der 24-Jährige, der aus dem Down-Hill-Sport kommt und in Breitenbrunn seine Enduro-Wettkampfpremiere feierte. Viel Enduro-Erfahrung bringt Steffi Rickfelder aus Arnsberg im Sauerland mit: "Ich bin begeistert. Die Streckenführung war spitzenmäßig - so, wie man es sich vorstellt." Dabei kennt sie das Trailcenter Rabenberg schon: "Ich war schon zur Trail-Trophy hier." Die Stages seien sehr lang und technisch anspruchsvoll gewesen, so die 35-Jährige. Einen Vater-Sohn-Ausflug zur deutschen Meisterschaft machte Holger Zirm aus Freiburg: "Mein Sohn Philipp hat mich zum Mitfahren motiviert." Schon am Freitag reisten sie an und testeten im offiziellen Training, was bei den Titelkämpfen vorgeschrieben ist, tags darauf dann die Prüfungen.

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