384 Mountainbiker radeln für Behinderte

Der Traditionswettkampf mit Start und Ziel in Markersbach hat weniger Aktive als voriges Jahr angelockt. Dennoch ist das soziale Anliegen erfüllt.

Markersbach.

"Wir radeln für Behinderte" - unter diesem Motto hat der Lions-Club Aue-Schwarzenberg gestern die Tradition des Erzgebirgsradrennens fortgesetzt. Die 19. Auflage war es, die am Ferienhotel in Markersbach gestartet wurde. In die Ergebnisliste wurden 384 Teilnehmer eingetragen. Voriges Jahr waren es deutlich mehr - das verlängerte Wochenende hat die Organisatoren etliche Starter gekostet. Ebenso der Fakt, dass viele in Vereinen organisierte Kinder im Harz im Trainingslager sind, so Rennleiter Andy Weiß: "Es fehlen locker bis zu 50 Kinder, die sonst mitgefahren sind." Für den Nachwuchs sind beim Erzgebirgsradrennen zwei beziehungsweise drei Kilometer ausgeschrieben - mit diesmal 31 Teilnehmern.

Hendrik Petzold vom Lions-Club zieht dennoch ein positives Resümee. "Es ist alles sehr gut gelaufen, alles im grünen Bereich", sagt der Activity-Beauftragte. Wie der 57-Jährige anfügt, waren vom Lions-Club 32 Helfer im Einsatz. Insgesamt haben 80 Leute mit angepackt. Mit einem Teil der Einnahmen werden Behinderte unterstützt. Eine Spende von 1000 Euro geht in diesem Jahr nach Oberwiesenthal. Dort soll eine Behinderteneinrichtung gegründet werden. Ebenfalls 1000 Euro fließen nach Schwarzenberg - für das dort ausgerichtete Behindertensportfest.

Sportlich haben sich beim gestrigen Rennen 145 Aktive für die Hundsmarterrunde entschieden. Bedeutet: 30,46 Kilometer und 580 Höhenmeter. Gewonnen hat auf dieser Distanz Markus Thiel vom Radhaus Aue in 57:39,8 Minuten. In der weiblichen Konkurrenz war Celine Friedrich vom RSV Team Auto-Riedel Schwarzenberg die Schnellste in 1:10:31,6 Stunden.

Die Fichtelbergrunde hat es noch deutlich mehr in sich. Insgesamt 46,86 Kilometer und dabei 1130 Höhenmeter galt es zu überwinden. Der Herausforderung stellten sich 208 Starter. Schnellster bei den Männern war Robert Walther vom Team Radfabrik.eu in 1:36:21,7 Stunden. Bei den Frauen kam Laura Hoffmüller vom Team TBR Werner nach 1:53:56,4 Stunden als Erste ins Ziel. Tobias Kunstmann aus dem Henka-Race-Team fährt erst seit Kurzem wieder intensiver, wie er berichtet: "Es gab eine längere Pause. Die Zeitvorgabe für mich liegt deshalb bei 1:45 Stunden." Und die hat er mit 1:42:12,4 Stunden klar unterboten. Am Ende gab es Platz 11 für den Thierfelder. Ronald Kunz vom Team Fahrrad-Grille Bockau hatte sich ebenfalls für den langen Kanten entschieden. "Kämpfen und sehen, was geht, möglichst unter zwei Stunden zu bleiben." Geschafft: Platz 18 der Gesamtwertung, in 1:43:30.8 Stunden. Für den Raschauer Jens Schilhan, der für den SV Burkhardtsgrün gestartet ist, zählte weniger die Platzierung. "Markersbach ist ein Rennen vor der Haustür, für mich eine gute Vorbereitung", so der Triathlet. 46,86 Kilometer in 2:04:38,6 Stunden - er zählte zu den besten 100.

Alle Ergebnisse finden sich im In- ternet.www.erzgebirgsradrennen.de

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